Hallo, Blumenmädchen – Ein Anfang vom Ende

gamephilephoto

Es gibt da so zwei Gefühle, die sind sich gar nicht mal unähnlich, auch wenn sie doch sehr fern scheinen. Das eine ist, zu spät auf einer Party aufzukreuzen. Man hat einfach das Beste schon verpasst. Im Gegensatz dazu steht das Gefühl, ähnlich einem Weinkenner einfach nur lange genug gewartet zu haben, dass etwas die nötige Reife erlangt hat, um es jetzt endlich auch richtig genießen zu können.

Ich weiß nicht, wer mit dem Begriff angefangen hat, aber vor einiger Zeit sprachen dauernd alle möglichen Leute von ihrem „Pile of Shame.“ Gemeint waren damit dann die Spiele, die sich wunderbar staubfängerisch auf feinen Stapeln türmten – ohne jedoch gespielt zu werden. Sei es mangels Zeit, weil anderes grade spannender war oder einfach Faulheit, jeder hatte auf ein mal diese Schamstapel und ich war verwirrt: Wofür schähmen sich da eigentlich alle? Meine Wohnung ist ein begehbarer Pile of Shame, nur nenn ich das „Sammlung“. Als wenn ich jemals alles spielen könnte oder wollte, was sich hier bei mir auftürmt. Ich bin wohl eindeutig eher der Typ, der Dinge einfach haben will, um sie zu haben, so lange sie eine gewisse Klasse erkennen lassen.

Zwangsläufig heißt das nun natürlich auch, dass sich hier durchaus eine beachtliche Menge an Games angesammelt hat, die einen gewissen Neid erwecken können. Weil sie selten sind, weil sie begehrt sind, weil sie jeder kennt und haben mag – aber eben nicht (mehr) hat. Mein Pile of Neid ist allerdings gleichzeitig auch ein Pile of Unverständnis, wenn ich dann sage, dass ich dies oder das aber noch gar nicht gespielt habe. „Aber das ist so toll!“ höre ich dann, oder „Das muss man gespielt haben!“. Letzterem stimme ich oft auch zu und hole dann und wann tatsächlich mal uralte Spiele aus grauer Vorzeit aus dem Regal, um sie nach Jahren oder Jahrzehnten tatsächlich anzufangen.  Weiterlesen „Hallo, Blumenmädchen – Ein Anfang vom Ende“

52 Games – Geschichte

52 Games neg

Nach langer Pause wird jetzt fleißig aufgeholt. Geschichte… Ja, lange Geschichte, warum es so lange hier still war. Ein simpler Umzug kam dazwischen, allerdings garniert mit einmonatiger Wohnungslosigkeit weil man auf einen Schlüssel warten muss und beim Kumpel auf der Couch pennt. Toll! Immerhin war die Couch toll, der Kumpel auch (ich vermisse ein bisschen das schnarchen) und ich hatte Zeit. Viel Zeit. Scheisse, hatte ich viel Zeit. Da ich schlauerweise meine Konsolen und Games überall verteilt hatte, gab es wirklich jede Menge von dieser Zeit. Allerdings hatte ich den DS im Gepäck, damit lässt’s sich eben auch beim Kumpel auf der Couch oder woauchimmer man sich dann grade rumtreibt aushalten. Eben diese „Chance“ habe ich dann genutzt und ein schönes, altes Spiel ausgegraben.

Eigentlich schon 1995 erschienen dauerte es jedoch über eine Dekade, bis Chrono Trigger dann letzten Endes auch mal in unseren Breitengraden offiziell erschien. Als wirklich gelungene Neuauflage für den Nintendo DS hab ich mir das Ding auch auch direkt geholt – nur um es dann nicht zu spielen. Also, doch, ja, so’n bisschen halt. Ach, machen wir uns nix vor: Wir sind alle verwöhnt. Drei Meter gelaufen, zwei Tage Pause… Wo muss ich noch mal hin? Na, halt von vorne anfangen. Sei es noch so großartig, in diesen alten Spielen nimmt einen keiner an der Hand. „Follow me“ alla Call of Mutti findet man hier nicht, da ist Ausdauer gefragt. Wie erwähnt, davon hatte ich ja zwangläufig genug. Weiterlesen „52 Games – Geschichte“