Ehrgeiz schlägt Zweifel

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SO! Einer noch, dann bin ich erfolgreich up-to-date mit meinen eigenen Projekt. Und ausgerechnet da komme ich in’s grübeln – Zweifel? Was hab ich mir denn da nur gedacht…

Ich denke über so manche Entscheidung nach, die ich in diversen Games über die Jahre getroffen habe. Rette ich den Hund oder lieber die Welt bei Fable 2? Soll ich das Indigo-Kind weggeben oder nicht, Fahrenheit? Wenn mich mal einer fragt, ob ich die rote oder die blaue Pille will, werd ich wohl mit „beides?!“ antworten.

Ernsthafte Zweifel plagten mich neulich, als ich nach langer Zeit Donkey Kong 64 durchspielte. Ich fragte mich nämlich mehrfach, wie ich das damals überhaupt so toll finden konnte, Spaß hatte ich nämlich insgesamt nicht so viel wie Frust. Auch zweifelte ich an meinem eigenen Gedächtnis, nachdem ich mir neulich ein Qix für den alten Gameboy gönnte – hatte ich das wirklich nie gespielt? Verrückt!

Grade zweifele ich vor allem an mir selbst und meiner Fähigkeit, dieses mal überhaupt etwas passendes zum Thema Zweifel zu finden… doch halt! Da kommt auch schon die spontane Idee! Weiterlesen „Ehrgeiz schlägt Zweifel“

Angst vor Knöpfen beim #gamephilephoto

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So langsam wird’s was mit dem Aufarbeiten der eigenen Projektbeiträge. Dieses mal kümmer ich mich um Ängste. Die sind so eine Sache, die mich nämlich sehr fasziniert. Manche flüchten bei kleinen Spinnen, andere haben Probleme bei Menschenmassen oder in geschlossenen Räumen. Mir bricht wunderbar irrational bei Haien der kalte Schweiß aus (wortwörtlich), auch wenn es nur virtuell geschieht und wieder andere haben selbige Symptome beim Anblick von Clowns.

Eine Angst, die ich nur indirekt nachvollziehen kann, ist Höhenangst. Ein wenig schummrig ja, wirklich Angst habe ich vor Höhe allerdings nicht. Bungee-Jumping oder Fallschirmspringen steht zwar noch aus, traue ich mir aber durchaus zu. Wie wäre es aber, die Höhe mal völlig überraschend auftauchen zu lassen? Ah, da sieht es etwas anders aus… Weiterlesen „Angst vor Knöpfen beim #gamephilephoto“

Pling, oder auch: Ein Tag am Pad

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*pling*

Eines der wohl bekanntesten *pling* der Spielehistorie dürfte wohl der Startsound des guten, alten Gameboy sein. Zu oft durften wir alle dieses Geräusch hören – nur um danach das Modul zu entfernen, reinzupusten, wieder anschalten: *pling*. Es brennt sich ein wenig ein.

Hardwaretöne sind eine dieser vielen Sachen, die ich mag. Der Startsound der Dreamcast ist pure Liebe. Die erste Xbox hingegen war einfach nur hässlich, was ihre Soundkullise angeht. Der Nintendo DS wiederum gefällt mir, ebenso das legendäre SEEEEGAAAAAA-Jingle. Unvergessen auch der Klang des Menüs eines jeden Final Fantasy oder Perfect Dark, Easter Egg-ige Klangvarianten des GameCube Start-Ups und mehr.

Doch wir sind ja bei #gamephilephoto, und Töne lassen sich eher schwer in Bildern fassen. Trotzdem verbinde ich dieses Bild mit einem wunderbar entspannenden Klang. Weiterlesen „Pling, oder auch: Ein Tag am Pad“

Hallo, Blumenmädchen – Ein Anfang vom Ende

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Es gibt da so zwei Gefühle, die sind sich gar nicht mal unähnlich, auch wenn sie doch sehr fern scheinen. Das eine ist, zu spät auf einer Party aufzukreuzen. Man hat einfach das Beste schon verpasst. Im Gegensatz dazu steht das Gefühl, ähnlich einem Weinkenner einfach nur lange genug gewartet zu haben, dass etwas die nötige Reife erlangt hat, um es jetzt endlich auch richtig genießen zu können.

Ich weiß nicht, wer mit dem Begriff angefangen hat, aber vor einiger Zeit sprachen dauernd alle möglichen Leute von ihrem „Pile of Shame.“ Gemeint waren damit dann die Spiele, die sich wunderbar staubfängerisch auf feinen Stapeln türmten – ohne jedoch gespielt zu werden. Sei es mangels Zeit, weil anderes grade spannender war oder einfach Faulheit, jeder hatte auf ein mal diese Schamstapel und ich war verwirrt: Wofür schähmen sich da eigentlich alle? Meine Wohnung ist ein begehbarer Pile of Shame, nur nenn ich das „Sammlung“. Als wenn ich jemals alles spielen könnte oder wollte, was sich hier bei mir auftürmt. Ich bin wohl eindeutig eher der Typ, der Dinge einfach haben will, um sie zu haben, so lange sie eine gewisse Klasse erkennen lassen.

Zwangsläufig heißt das nun natürlich auch, dass sich hier durchaus eine beachtliche Menge an Games angesammelt hat, die einen gewissen Neid erwecken können. Weil sie selten sind, weil sie begehrt sind, weil sie jeder kennt und haben mag – aber eben nicht (mehr) hat. Mein Pile of Neid ist allerdings gleichzeitig auch ein Pile of Unverständnis, wenn ich dann sage, dass ich dies oder das aber noch gar nicht gespielt habe. „Aber das ist so toll!“ höre ich dann, oder „Das muss man gespielt haben!“. Letzterem stimme ich oft auch zu und hole dann und wann tatsächlich mal uralte Spiele aus grauer Vorzeit aus dem Regal, um sie nach Jahren oder Jahrzehnten tatsächlich anzufangen.  Weiterlesen „Hallo, Blumenmädchen – Ein Anfang vom Ende“

26 Games – Emotional bekannte Fürsorge

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Genug Winterpause, fast einen Monat nüscht gemacht hier. Ich faule Socke, ich. Zeit, mal wieder hier ein wenig frischen Wind rein zu lassen und, ganz nebenbei, auch ein paar Artikel zu 26 Games nachzureichen. Uhem.

Was hab ich verpasst? 3 Buchstaben. Namentlich das unerwartet emotionale H, das bekannte Y und ein fürsorgliches I. Klingt ja machbar. Bis auf das Y. Fieses Ding. Weil „fies“ bei mir gerne „kurz“ bedeutet und kurze Artikel mit zwei Absätzen eher doof sind, schmeiße ich einfach mal alle Buchstaben ein einen Topf, rühre um, und serviere alles als großes Gericht. Gamingeintopf nach Redmaker-Art, sehr lecker.

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26 Games – Fantastische Launch-Vision

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Erinnert sich noch wer an diese Technikdemo, wo 128 kleine Marios wild über den Bildschirm tobten, um zu zeigen was der GameCube auf dem Kasten hat? Daraus wurde dann zwar kein neues Mario, aber die Technik wurde wohl später verwendet um Pikmin zu zaubern. Ebenso hatte ich eine Weile ein paar sehr beeindruckende Bilder als Wallpaper genutzt, welche aus einer neuen Engine stammten. 2-3 Jahre später wurde aus den netten Screenshots der Unreal Engine dann ein Gears of War.

Technikdemos sind für viele gar nicht so spannend. Ich persönlich mag diese Dinger. Sie geben einen Einblick, was technisch machbar sein kann. Natürlich hat das dann mit endgültigen Spielen nicht immer viel gemeinsam, siehe das Mario-Pikmin-Beispiel. Doch so oder so, ich mag es, wenn Grenzen gezeigt und neue Visionen kreiert werden.

Nach dem 3D-Steinzeitalter, sprich der PSone / N64 – Zeit, waren die Möglichkeiten der neuen Hardware deutlich besser. Doch nicht nur die Figuren und Umgebungen wurden toller, auch den vielen, kleinen Effekten gab die neue Technik einen ordentlichen Schub. Wo man sich vorher über ein paar Funken freuen konnte, sprühte jetzt der halbe Bildschirm vor Partikeln. Welche sich dann zum Beispiel hervoragend für Feuerwerke nutzen ließen.

So wurde also aus einer kleinen Technikdemo, welche die neuartigen Partikeleffekte der PlayStation 2 aufzeigen sollte, dann ein komplettes Spiel geschustert: Fantavision.

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26 Games – Retro-Shopping!

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Damals™, da war ich ja mal so’n richtig braver Nintendo-Fanboy. Perfect Dark, Mario, Smash Bros., Banjo & Kazooie – die dicken Titel hatte ich so ziemlich alle und noch viel mehr. Damit konnte ich dann auch immer schön die PSone-Freunde neidisch machen und nicht grade Wenige bekehren. Was nicht heißt, dass ich nicht auch ab und an mal neidisch war.

Tekken? Nett. Gran Turismo? Naja, Rennspiele und ich, you know… Silent Hill? So langsam wird’s interessant. Was mir die guten Leute damals vorenthalten haben: Die schönen schrägen Titel. Was wiederum dafür sorgt, dass ich bis heute so einige Sachen nachzuholen habe.

Passend, das Arrcade also dieses mal was zum Buchstaben „V“ hören möchte. Ich habe lange nachgedacht. V-Rally war geil, im Gegensatz zu Rennspielen im allgemeinen kann ich mit Rally dann doch was anfangen. Vigilante 8? Extrem spaßig! Oder Vanquish, aber das wäre zu offensichtlich. Ach, nehm ich halt was, ohne es bisher zu besitzen, nicht mal gespielt habe ich es!

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26 Games – Ersatzkiller auf dem Käfer-Rave

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Ach, die Neunziger! Das war meine Kindheit, da bin ich aufgewachsen. Loveparade und alles andere auch. Ein Jahrzehnt, für das man sich heute irgendwie gerne ein bisschen fremdschämt – oftmals nicht unberechtigt. Die 90’s hatten aber neben vielen Peinlichkeiten (Yes, I look at you Hyper-Hyper) auch eine Menge Cooles zu bieten. Zum Beispiel Profikiller.

Ein Flug über eine Großstadt. Ein Club. Blitzende Lichter. Tanzende Menschen. Alles im halbdunkel, die Kamera folgt den Schritten eines Mannes. Vor dem VIP-Tisch bleibt er stehen. Die Jungs dort sehen nicht grade freundlich aus, Klischeegangster. Er stellt eine einzelne Patrone auf den Tisch. Bleibt einfach ganz entspannt stehen. Der Kerl am Tisch blickt auf die Patrone. Schaut dem Killer ins Gesicht. Der lächelt einfach nur und alles an ihm sagt: „Versuch’s. Du hast keine Chance.“

Ich weiß wirklich nicht, woran es liegt. Ich habe immer wieder gehört, dass viele Replacement Killers gar nicht mal so toll fanden. Unverständlich, grade der Film hat ein Level an Coolness, was ich bis heute selten so gesehen habe. Alleine diese Eröffnungsszene mit Chow Yun Fat, wie oft ich mir die mittlerweile gegeben habe. Was fest steht: Sie wäre nur halb so cool gewesen, wenn die passende Musik nicht dagewesen wäre. Chrystal Method – Keep Hope Alive. Irgendwie ironisch.

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52 Games – Krieg

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HA! Krieg! Medal of Honor, Call of Duty.. Halo! Killzone! Nix davon. Ihr wisst ja, wie das hier so läuft – alles zu offensichtlich. Davon abgesehen: So wirklich „Krieg“ ist das doch alles nicht. Klar, bei CoD rummst es ordentlich und auch bei den anderen Titeln ist nicht grade wenig auf dem Bildschirm los, aber Krieg? Na, das stell ich mir ja noch mal ganz anders vor.

Der fairnesshalber möchte ich eine Sache einwerfen: Medal of Honor. Nein, darüber schreibe ich jetzt wirklich keinen Artikel. Allerdings möchte ich doch eines hervorheben, nämlich den ersten Teil für die PS2. Frontline hat es wirklich gut verstanden, Krieg als etwas erschreckendes darzustellen. Die Landung in der Normandie, zerstörte Städte inklusive Kinderchor als Hintergrundmusik… Das hatte was. Gänsehautfeeling pur.

Back to topic. Krieg. Riesensause. Naja, mehr oder weniger. „When all hell brakes loose“, so stell ich mir Krieg vor. Chaos. Anarchie. Das Versagen einer jeglichen Ordnung. Und eine Riesenportion Spaß. Ähm…

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52 Games – FUUUUUUUUUUUUUUU!

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Na DAS ist doch mal ein tolles Thema: „FUUUUUUUUU!!“ Wer regelmäßig mit mir online Battlefield 3 spielt, dürfte das öfter hören. Deswegen schreibe ich natürlich auch nicht über Battlefield 3. Wir wollen es ja nicht zu leicht machen. Stattdessen löse ich mich ein wenig von dem Rage-Gedanken und gehe das Thema mal wieder ein wenig anders an…

Ein Stahlrohr in meiner Hand. Ich stehe da jetzt schon seit einer halben Minute, bereit, jederzeit zuzuschlagen. Wechsle doch noch zur Shotgun. Munition hab ich genug. Nachladen. Immer noch stehen bleiben. Schritte, irgendwo in meiner Nähe. Ein Geräusch, als würden Metallplatten aneinander schaben. Ein Schrei, es klingt nicht menschlich. Aber auch nicht nach einem Tier. Es klingt nach… etwas.

Gemischte Gefühle, ich schwanke zwischen „was zur Hölle war das“ und „ich will es verdammt noch mal gar nicht wissen“. Irgendwann, gefühlte Stunden, traue ich mich doch weiter. Schritt für Schritt. Das Radio, was ich gefunden habe, rauscht immer weiter. Aber es wird leiser. Ich fühle mich sicher. Naja, „sicher“. Das ist hier ja auch eher so ein relativer Begriff. Wirklich sicher fühle ich mich hier eigentlich nie.

Also weiter. Um die nächste Ecke, alles ist irgendwie kaputt, sieht alt aus. Verrostet, verlassen. Ausgestorben. Ich sehe ein Schaufenster, ein paar Fernseher stehen darin. Als ich direkt davor stehe springt plötzlich einer an. Aus Reflex reiße ich meine Shotgun hoch, unnötigerweise. Und starre auf die Mattscheibe.

Ein Pentagram ist zu sehen, undeutlich. Alles ist verrauscht, unscharf, ich sehe mehr Schemen als dass ich wirklich etwas erkennen kann. Fragmente einer Stimme sind zu hören, sie kommt mir bekannt vor. Kurz sehe ich ein Gesicht – ein Mädchen. Mein Mädchen. Meine Tochter.

Daddy, daddy, where are you?

Ok, das war’s. Ich bin raus. Sowas von raus. Ich fliege förmlich zu meiner PlayStation, drücke den Powerknopf. Aus. Einfach aus. Und erst mal was von Disney schauen. Ganz viel Disney. Silent Hill hat mich wieder eiskalt erwischt. Fuuuu. FUUUUUUUUUUU! Ich will nicht mehr. Ich WILL nicht mehr!

…morgen mach ich weiter.

52 Games ist ein Blogprojekt von Zockwork Orange.