Betrug an der Front

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Es gibt wenige Spiele, die mich über einen wirklich sehr langen Zeitraum begeistern können. Noch seltener schaffen das Spiele, bei denen der Fokus auf den Online-Multiplayer liegt. Zu oft habe ich mich daran versucht, zu oft ging die Motivation daran doch sehr schnell wieder flöten. Das lag zum Teil daran, dass ich bevorzugt Teamplayer bin – findet sich keiner meiner Leute zu einer zünftigen Partie, nehme ich wahllose Leute aus den Weiten des Internet nur bedingt als Alternative in Kauf. Wenn dann noch die Server von Cheatern überflutet werden, ist die Laune innerhalb von Minuten verflogen.

Dementsprechend mag ich Titel, bei denen Online seitens der jeweiligen Firmen für Ordnung gesorgt wird. Gecheatet? Bannhammer. Ganz einfach. Immer feste druff, dann ist’s für den Rest nämlich angenehmer.

Einer der wenigen Titel, die ich wirklich sehr viel gespielt habe, war Halo 3. Wo ich die Story des Singleplayer nur „ok“ fand, rockte mich das Getümmel dann im Multiplayer. Mit der Zeit fanden sich eine handvoll Leute, mit denen ich allabendlich Runde um Runde zockte. Leider blieb ein schwarzes Schaf dabei nicht aus. Weiterlesen „Betrug an der Front“

Me like Miiverse

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Nintendo und Internet, die zwei Dinge wollen ja irgendwie nicht so wirklich zusammen passen. Während die erste Xbox schon mit Xbox Live zeigte, wie es richtig geht, und Sony mit dem PlayStation Network auch schnell mitmachte, dauerte der ganze Online-Zirkus bei Nintendo deutlich länger, bis er überhaupt mal bemerkt wurde.

Auch, wenn diese Firma bis heute also noch nicht so ganz in der Gegenwart angekommen scheint, bewegt sich der Videospielgigant doch immerhin mal langsam in die richtige Richtung. Einer dieser Schritte ist nun, dass das Miiverse mit dem jetzt veröffentlichtem Systemupdate endlich Einzug auf dem 3DS gefunden hat.

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26 Games – Von Mäusen, Katzen und Pfeilen

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Ist die Katze aus dem Haus, platziert man Pfeile auf dem Raster.

Ok, der Spruch ging wohl eigentlich anders. Die Katze ist aber schon eine ganze Weile aus dem Haus, an großes Tanzen ist hier nicht mehr zu denken. Was von der großen Sause bleibt sind nur noch viele Pfeile, eine handvoll Raketen und Mäuse. Sehr viele Mäuse.

Gratisspiele sind schon eine zweischneidige Sache. Manchmal bekommt man sie, weil im Gegenzug die Kreditkarteninformationen geklaut wurden. Aber hey, kommt vor, hier, nimm Littlebig Planet dafür! Ok. Danke, Sony. Manchmal bekommt man auch was ganz großartiges, weiß zumindest jeder Nintendo64 – Käufer zu berichten. Super Mario 64 für lau war jedenfalls alles andere als verkehrt und ist nicht umsonst bis heute noch eine Messlatte.

Manchmal, da passiert aber weder was schlimmes noch bekommt man direkt ein bestes Spiel aller Zeiten. Manchmal, da bleibt eine Firma einfach ihrer Linie treu. Und die ist ungewöhnlich. Da gibt es dann keinen altbekannten Klempner, da gibt es keine Entschuldigungsgoodies, da gibt es einfach so was total schräges, um etwas Neues einzuführen: Onlinegaming.

Oh, natürlich, heute ist das keine große Sache mehr. Alles ist irgendwie ständig mehr oder weniger online. Freundeslisten, Erfolge, vom Smartphone über den aktuellen Handheld kann alles auch fast alles mit Internet. Das war natürlich nicht immer so.

Erinnert sich noch so mancher an die Geräuchkulisse einer Dial-Up-Verbindung? Fidelüüdööööööbrdiiii? Nix mit DSL, vielleicht grade mal ISDN? Surfgeschwindigkeiten, die ich so langsam heute nicht mal mehr im Wald über’s Handy hätte? Super, genau die goldene Zeit meine ich, wo alles noch neu und toll war. Und sowas musste man ja den Leuten auch erst mal beibringen.

Im Falle von Sega dachte sich da dann wohl einer: „Hey, wir haben doch diese Konsole, hier, dingens. Dreamcast, genau. 6 Milliarden Spieler! Genau, unser Slogan. Klar, Schwachsinn, aber lass‘ doch mal was machen. Online, und so. Was schräges! Schräg können wir, dafür lieben uns die Leute!“

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52 Games – Hygiene

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Die Luft ist noch ganz rauchig von dem Mörserbeschuss. Ich kriege von den Schreien neben mir kaum etwas mit, vom Lärm des Einschlages noch halb taub hetze ich in die nächste Deckung. Deckung… eine trügerische Sicherheit, hier hinter einer Holzkiste zu sitzen. Eine Granate reicht und meine Deckung ist nicht mehr. Egal, für den Moment muss es reichen.

Der Moment hält nur sehr kurz an, „Sniper, hinten am Rohbau!“ höre ich jemanden rufen – der Schuss schlägt neben mir ein. Ich drehe mich um, ziele nur grob und feuere eine Rauchgranate ab. Erst mal die Sicht vernebeln, dann weiter zu dem Betonpfeiler vor mir – Stein und Stahl sollten wohl länger halten als Holz.

Die Taktik scheint aufzugehen, Sekundenlang nichts. Dann, nur ein paar Meter neben mir, geht einer meiner Kameraden zu Boden. Ich schaue um meine Deckung, lege an – Treffer! Kopfschuss, der Sniper wäre erledigt. Jetzt schnell rüber, die Ausrüstung meines gefallenen Mitstreiters aufgesammelt, Defibrilator raus, wiederbeleben. Hoffentlich kommt er mit meiner Waffe klar.

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