gamephilephoto

Es gibt wenige Spiele, die mich über einen wirklich sehr langen Zeitraum begeistern können. Noch seltener schaffen das Spiele, bei denen der Fokus auf den Online-Multiplayer liegt. Zu oft habe ich mich daran versucht, zu oft ging die Motivation daran doch sehr schnell wieder flöten. Das lag zum Teil daran, dass ich bevorzugt Teamplayer bin – findet sich keiner meiner Leute zu einer zünftigen Partie, nehme ich wahllose Leute aus den Weiten des Internet nur bedingt als Alternative in Kauf. Wenn dann noch die Server von Cheatern überflutet werden, ist die Laune innerhalb von Minuten verflogen.

Dementsprechend mag ich Titel, bei denen Online seitens der jeweiligen Firmen für Ordnung gesorgt wird. Gecheatet? Bannhammer. Ganz einfach. Immer feste druff, dann ist’s für den Rest nämlich angenehmer.

Einer der wenigen Titel, die ich wirklich sehr viel gespielt habe, war Halo 3. Wo ich die Story des Singleplayer nur „ok“ fand, rockte mich das Getümmel dann im Multiplayer. Mit der Zeit fanden sich eine handvoll Leute, mit denen ich allabendlich Runde um Runde zockte. Leider blieb ein schwarzes Schaf dabei nicht aus.

Als kleine Info möchte ich hier anmerken, dass man bei Halo 3 nichts relevantes online erspielen kann. Alles, was sich freischalten lässt, ist hier rein kosmetischer Natur – jeder Anfänger hat direkt Zugriff auf sämtliche Waffen und Möglichkeiten, eingeschränkt ist man nur duch seine eigene Fertigkeit. Trotz allen kann sich die Jagd nach EP lohnen, wenn man eine der durchaus schicken Rüstungen sein eigen Nennen mag. So ein kleines Katana der Hayabusa-Ausrüstung hängt dann zwar recht nutzlos am Rücken, macht allerdings optisch was her.

Journey Ends

„Was’n Scheiß ey, ich hab ’ne EP-Sperre! Drecksgame, was Bungie sich einscheißt“.

Nun, wie es so mit den hübschen Dingen ist, so mancher kann es nicht sein lassen und will alles sofort und um jeden Preis haben. Im Falle eines Freundes hieß das dann: 2 weitere Pads anschließen, 2 Gäste in’s Spiel mitnehmen, 2 Gäste nutzlos stehen lassen, 2 willige Opfer zum farmen der Auszeichnungen.

Das ging allerdings nicht lange gut: Bungie erteilte eben jene erwähnte EP-Sperre für 2 Wochen, das war’s vorerst mit dem Farmen. Das der Rest unserer Truppe dann anschließend deutlich machte, dass ein kompletter Bann bei so einer Spielweise für alle auch durchaus angemessen wäre, traf zwar nicht auf große Einsicht, sorgte dafür allerdings langfristig für großteilige Abstinenz eben jenes Mitspielers. Zu aller Freude – wir haben unsere hohen Ränge irgendwann auch ehrlich erspielt. Und unser Katana baumelte mit Stolz auf unseren Rücken.

 

Dieser Beitrag ist Teil von #gamephilephoto, mein ganz eigenes, kleines Blogprojekt.

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