Games neg

Bereits zum dritten Mal rief ich zu den The (other) Best Games 2014 – immerhin zwei feine Teilnehmer konnte ich dieses Jahr damit an die Tastatur locken. Kein Grund zu trauern, waren doch diese Beiträge wieder sehr schön und ich selbst habe, wie ich im Nachhinein feststellte, auch gar nicht so viele aktuelle Titel gezockt. Glücklicherweise beschränken wir uns darauf ohnehin nie – nominiert wird, was Bock gemacht hat, unabhängig von Alter oder Plattform.

Pünktlich zur Bescherung packe ich nur also die große Lobhudelei aus, auf geht die Feier der erlesensten Zockwaren.

 

1. Soundtrack und / oder Sounddesign

El Spotto ließ sich besondern gern verschrecken, scheint mir, nominiert er doch unter anderem Alien: Isolation. Das bisschen, was ich in diversen Streams gesehen habe von diesem Titel, klang wirklich recht ordentlich und ließ eine schöne Atmosphäre erkennen. Kein Wunder, dass dieser Titel dann bei ihm auch in dieser Kategorie verdient gewinnt. Minkitink nennt in ihrer Auflistung einen bereits älteren Titel, den ich auch wieder mehrfach auf Repeat gehört habe – Deus Ex – Human Revolution weiß mich mit seinen Synthie-Klängen immer wieder auf’s Neue zu verzaubern. Mein Highlight war allerdings ungeschlagen eindeutig Smash Bros. auf dem 3DS – die Soundtrack-Auswahl sucht für mich seinesgleichen. Von Original-Music unzähliger Spiele über Remixe findet sich hier von Kid Icarus Uprising über Mega Man bis zu Xenoblade Chronicles und F-Zero einfach eine so wunderbar breitgefächerte Palette, dass ich, egal bei welcher Stimmung, immer etwas passendes finden kann, um meinen Ohrwurm zu befriedigen.

 

2. Genderneutral Living Thing

“Bei Interesse haben wir immer noch Plätze frei für das gerade erwähnte Bonusprogramm. Wie gesagt: Ihr müsst und nur erlauben, euch auseinander zu nehmen. Wir pfuschen hier nicht rum. Wir wissen, wie man einen Menschen wieder zusammensetzt.” Vielleicht sollte ich Portal 2 WIRKLICH mal langsam nachholen. Nicht nur wegen der Kartoffel, die Minkitink in dieser Kategorie nennt. Mit Daddy Long Legs wirft El Spotto nun einen Konkurenten in den Ring, der mir einfach mal so überhaupt nichts sagt, allerdings glaube ich, mal einen Blick riskieren zu müssen. Mein RedroVirus hatte es mir dafür besonders angetan. Passenderweise nennt El Spotto auch noch Wurmi – und beide reden wir hier natürlich von Plague Inc., wo unsere eigenen Krankheitskreationen mal mehr, mal weniger erfolgreich die Menschheit auslöschen. Irgendwie macht Böse-Sein ja dann doch immer wieder Spaß.

 

3. Urlaub

Urlaub? Das war diese Sache mit dem Entspannen, oder? Fiel bei mir aus, weil ich dauernd von Skeletten umzingelt war. Die tauchen nämlich gefühlt alle zwei Sekunden bei Castlevania 64 auf. Ja, ich hab mir den alten Teil mal gegönnt. Ich hatte es damals mal ausgeliegen und scheine ohnehin der einzige Mensch zu sein, der es tatsächlich toll fand. Die üblichen Alterszicken mal beiseite gelassen habe ich tatsächlich auch jetzt grade wirklich Spaß mit dem Teil – wenn ich mal vom ständigen Game Over absehe weil diese verkackte Kamera ständig rumschwenkt und ich keinen Plan habe was ich machen muss und dann die Skelette wieder und… ja. Ich mag das Setting. Hach.

Dieses Entspannungsdings haben die anderen beiden dann eindeutig besser hinbekommen. Ob jetzt lieber in FarCry 3 oder 4 hängt davon ab, wem man lieber glauben mag. Strand dümpeln mit El Spotto, Bergluft genießen mit Minki. Ach, ihr macht einem die Entscheidung aber auch nicht einfach!

 

4. RIOT!

Wirkliche Auftreger gab es für mich tatsächlich kaum. Als nicht-Nextgen-Gamer musste ich nur passiv als Zuschauer bei Destiny ob seines am Hype vorbeilaufenden Geringumfanges den Kopf schütteln oder mich über zig Remastered-Werke wundern. Remastered ist das neue HD-Remake – und damit für mich genau so irrelevant. Macht’s halt abwärtskompatibel, zwei mal Geld geb ich jedenfalls nicht für dasselbe Spiel aus.

Deutlich frustriegender sind dann diverse Gameplayentscheidungen, von denen El Spotto über FarCry 2 mehr erzählen kann oder nie behobene Bugs, die Missionen unspielbar machen. Schade, weiß ich doch, das grade Minkitink bei einem Schleicher wie Splinter Cell: Double Agent eigentlich voll in ihrem Element ist.

 

5. Today I learned…

„Katholische Studenten mit dem Nachnamen Zolp bekommen an der Loyola University Chicago ein Vollstipendium.“ Ich weiß noch nicht so ganz, was El Spotto uns damit sagen möchte. Ich weiß auch überhaupt nicht, ob ich das rausfinden möchte. Fibbage ist auf jedenfall ein weiterer Titel, der mir nicht bekannt ist. Ich glaube ja, der macht das extra, dieser El Spotto, damit ich dann doch neugierig werde und mir lauter verrückte Spiele anschaue.

Ich habe dieses Jahr hauptsächlich gelernt, dass ich anscheinend doch besser mit Zahlen umgehen kann, als ich mir normalerweise zutraue. Ich bin ein Freund der Worte – gegen Zahlen scheine ich dagegen allergisch zu sein. Geburtstage vergesse ich regelmäßig (ja, ALLE Geburtstage) und auch ansonsten brauch ich die nicht. Ausser, ich zocke mal wieder Sudoku zum einschlafen. Oder Marios Picross auf dem Gameboy. Auch wenn die Logik hier im Vordergrund steht.

 

6. Magic Moments

Spaß mit Rätseln hatte eindeutig auch Minkitink, welche in dieser Kategorie The Room nennt. Es geht doch nichts über wunderbar tüftelige Mechanismen! Tüftelig ist auf jeden Fall auch P.T., welche El Spotto nennt, grade wenn man das Ende erreichen möchte. Der Titel war auch für mich ein Highlight, wenn ich ihn auch nicht selbst (mangels PS4) erleben konnte. Alles nur ein Teaser, um Silent Hills anzukündigen? Del Torro? Kojima? Reedus?! Ok, eine PS4 muss irgendwann her, eindeutig!

Ein weiterer Magic Moment war für mich dann auch Smash Bros. – mit der simplen Begründung: Viele Spiele schaffen es heute kaum mehr, ihrem zuvor entfachten Hype gerecht zu werden. Smash Bros. auf dem 3DS hat genau das für mich nicht nur geschafft, sondern meine Erwartungen noch übertroffen. Umfang, Spielbarkeit, Gameplay – ich bin ernsthaft verliebt.

Ein weiterer besonderer Moment erwartete mich allerdings bei einem durchaus älterem Titel: Zelda – A Link to the Past auf dem guten, alten Super Nintendo. Dabei war es nicht mein eigenes Spielerlebnis, welches hier besonders war. Vielmehr durfte ich erfolgreich meinen Freund vor den alten Kasten setzen – und dabei zuschauen, wie jemand diese Perle zum ersten Mal erlebt. Das hat man wohl auch nicht alle Tage.

 

7. Geheimtipps

Geheimtipp, sagt die Minki. Mitnichten, antworte ich – Call of Juarez: Gunslinger hat nämlich der Don letztes Jahr schon abgefeiert! Trotz allem natürlich eine schöne Wahl, weil dieses Spiel meines Erachtens ein wenig die Masse verfehlte. Mit vielen Unbekannten trumpft hier El Spotto auf, genannt werden Sorcery, erneut Fibbage und Card Hunter, welches bei ihm dann auch den Sieg davon trägt. Ich nominiere an dieser Stelle mal ganz spontan Mario’s Picross, weil das Prinzip anscheinend gar nicht so bekannt zu sein scheint. Was durchaus schade ist, bietet dieser Titel doch gehörigen Knobelspaß.

 

8. Zeitfresser

Es wird wohl niemanden mehr verwundern, wenn ich an dieser Stelle erneut Smash Bros. nennen muss. Seit Release spiele ich diesen Titel, bisher mit maximal 3 Tagen Pause aufgrund von akuter Beschäftigung mit anderen Dingen. Ansonsten bietet sich die perfekte Balance aus „spiel mich drei Stunden, bis der Akku leer ist!“ und „nur mal ’ne Runde“ einfach an, um so schnell nicht langweilig zu werden.

Zumindest für mich wenig überraschend wird Sniper Elite III von Minkitink genannt – sie bleibt halt einfach die Schleicherin vom Dienst. (He, Minki. Sollte ich mal was heimlich erledigt brauchen – ich wende mich dann an dich, ja?) Deutlich lauter dürfte es dafür bei El Spotto zugehen, welcher aus seinen Nomierten dieses Jahr dann Borderlands 2 zum Gewinner kürt: „Mit zwei Klassen durchgezockt, die anderen beiden folgen noch“ – ist wohl ein eindeutiges Urteil.

 

9. Feature

Während El Spotto hier passt, geht Minkitik sprichwörtlich in die Luft – die Riesensprünge in Saints Row IV hatten es ihr besonders angetan. Bei mir ist es, wer hätte es vermutet, erneut Smash Bros. Dieses mal allerdings insofern, als dass es die, seit Melee eingeführten, Trophäen auch gemütlich im Shop zu kaufen gibt. Die Besonderheit dabei? Ich darf sie mit Spielmünzen bezahlen! Die verdient man damit, in dem man einfach brav den 3DS in die Tasche steckt und munter auf jeglichen Spaziergang mitnimmt – nur kann man da kaum was Tolles von kaufen. Nur sehr weniger Spiele nutzen diese systeminterne Währung und Smash Bros. erlaubte es mir endlich, meinen hohen Kontostand innerhalb kürzester Zeit mal wieder auf 0 zu bringen. Bitte mehr davon!

 

10. Hypetrain

Nachdem El Spotto in der vorherigen Runde aussetze, streicht dieses Mal Minkitink die Segel. Nun, nicht ganz, nur wartet sie lieber ab und springt dann gegebenenfalls später noch auf, falls es sich denn lohnen sollte. So manchen Release dieses Jahr bedacht vielleicht gar keine verkehrte Einstellung. Diese Hoffnung schwingt auch bei El Spotto mit, welcher sich unter anderen auf Assassins Creed Victory freuen mag – so denn Ubisoft vielleicht doch noch aus diversen Fehlern gelernt haben sollte.

Mein Hypetrain fährt eindeutig Richtung Zelda. Ich bin seit jeher ein großer Fan der Serie, wobei mir dieses mal auch zuerst die passende Plattform fehlt. Sobald eine Wii U am Horizont erscheint darf der Zug dann auch bitte Volldampf voraus fahren, ist ja nicht so, als würde ich das am liebsten schon gestern haben wollen…

 

 

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende ankommen. 2014 darf sich jetzt beruhigt dem Ende zuneigen, wir sind jedenfalls gut gerüstet für’s nächste Jahr und haben vermutlich sowieso alle noch genug Titel auf Vorrat, welche gespielt werden wollen. Wie es scheint, haben auf jeden Fall alle genug Spaß gehabt, mit alten wie neuen Titeln, das eine oder andere Problemchen sei an dieser Stelle verziehen.

Ich danke Minkitink und El Spotto für ihre Beiträge, ihr beide habt erfolgreich die Blogfahne geschwungen. Kudos an euch! ❤

Im Januar wird es hier weitergehen mit #gamephilephoto und so manch anderen Kram. Ich freu mich auf 2015 als Spielejahr, ich freu mich auf eure Beiträge, Kommentare und jegliches Feedback. Mir bleibt nun nur noch, euch allen ein besinnliches Fest und einen guten Rutsch zu wünschen. Bis zum nächsten Jahr!

Advertisements