Sammler, lass die Hosen runter

Games neg

Wie ihr vermutlich mitbekommen haben dürftet schreibe ich hier auf meinem Blog über alle möglichen Games. Von alt bis neu, von mainstream über casual bis komplett schräg. Das ist kein Zufall, schließlich wohne ich mehr oder weniger in einem Museum. Ich bin Sammler. Horter. Kurator. Messi?

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Ein Teil meine Sammlung

Manchmal bin ich mir selbst nicht so sicher, was genau ich jetzt eigentlich bin. Ich bevorzuge in der Regel dann doch das gediegene „Sammler“. Ab 10+ Plattformen zum zocken und keineahnungwievielen Spielen verliert man halt gerne ein wenig den Überblick. Überblick ist dieses mal auch mein Stichwort.

Wie der eine oder andere schon mitbekommen haben dürfte mag ich den Begriff des „Pile of Shame“ nicht. Was bei mir wohl schlicht daran liegt, dass ich einen eben solchen hatte, nur knapp 10 Jahre, bevor es diesen Begriff überhaupt gab. Zu viele Games, zu wenig Zeit, alles auch zu spielen. Irgendwann wurde es dann SO viel, dass ich definitiv niemals mehr alles spielen konnte – oder wollte. Ich hatte überhaupt kein Interesse mehr daran, auch jedes Spiel, was ich bekam, komplett spielen zu wollen.

Ein einfaches Beispiel: Kung Fu. Kam… irgendwann für’s NES raus. Ist eines der ersten Beat ‚em Ups. Wollte ich deswegen haben. Effektive Spielzeit, seit es in meiner Sammlung landete? 2 Minuten. Das ist jetzt etwa 12 Jahre her.

Ich bin einfach unglaublich verknallt in dieses Medium Videospiel. Ich mag die Cover und deren Artworks. Ich mag viele Spiele wegen ihres Gameplays. Ich mag manche einfach nur, weil sie einen schönen Soundtrack haben, und andere bleiben im Regal, weil sie irgendwas besonderes haben. Manchmal kann ich es selber nicht mal genau bezeichnen, aber es ist halt da. Persönlicher Bezug oder sowas halt. Jedenfalls: Geliebt wird jedes einzelne in meiner Sammlung, jedes auf seine Art und Weise.

Was ich allerdings seit ungefähr einer Ewigkeit vor mir herschiebe: Ich will meine Sammlung katalogisieren.

Damit meine ich jetzt nicht nur eine hübsche Liste, um für mich selbst eine Übersicht zu haben. Ich mag meine Sachen auch zeigen. Weniger um damit anzugeben (gut, ein bisschen dann doch), sondern einfach auch, weil diese ganzen tollen Dinge hier überhaupt nicht verrotten sollen. Ich mag es einfach, den ganzen Kram auch mit anderen zu teilen. Sei es jetzt, dass ich bei meinen Livestreams die Sachen vorzocken und mit anderen darüber quatschen kann, oder einfach nur Bilder raushaue. Ich hab einfach zu viel hier, als dass ich’s verstecken wollte.

Bei Kotaku laß ich nun A Beginner’s Guide to Collecting Video Games. Den kann man sich mal geben, wenn man ernsthaft über den Aufbau einer Sammlung nachdenkt. Für mich selbst stand da jetzt wenig Neues – ich weiß, wo ich meine Spiele suche und finde, ich hab eine klare Ahnung davon welchen Zustand Sachen haben sollen, die ich hole, und ich kenne auch meine preislichen Limits. Eine Sache war dann allerdings doch interessant: „Manage the Madness„.

Tja… wo wir wieder beim katalogisieren wären. In dem Artikel war eine Seite verlinkt, die ich tatsächlich nicht schlecht finde: VGCollect.com. Wer hier mal über die Browse-Funktion ein wenig rumstöbert wird feststellen, dass diese Seite wirklich unglaublich umfangreich ist. Nicht nur alle möglichen Games sind gelistet, in der Regel finden sich auch diverse Variationen (EU-, US-, JP-Release), Hardware-Versionen und so weiter.

Im Gegensatz zu anderen Seiten kommt mir VGCollect schon sehr entgegen. Der Fokus liegt nicht (nur) auf neueren Plattformen inklusive Online-Anbindung, sondern wirklich auf ALLEN Plattformen. Ich hatte mir vor längerer Zeit auch mal Raptr oder Playfire angeschaut, allerdings fehlten mir grade viele Retro-Konsolen und -Spiele auf eben jenen Seiten.

Mein Problem ist allerdings auch bei VGCollect: Es fehlen Sachen. Ich habe ein Blau-Weiß – transparentes N64. Ich hab’s mir damals hier gekauft, ich habe sogar noch die Verpackung, ich fand’s schick. VGCollect listet die Hardware auch – als Jap-only Release. Was so viel heißt wie: Ich besitze ein japanisches N64…? Ne, doof. Ich kann natürlich jetzt auch den Eintrag bearbeiten – der muss dann nur eingeschickt, gesichtet und gegebenenfalls bearbeitet werden…

Bei Facebook habe ich mal Alben erstellt, auf meiner Fanseite. Meine Intention damals: Ich habe keine Lust, jedes mal auf „Was spielst’n so?“ und „Hast du Game X?“ antworten zu müssen und biete einfach eine Übersicht an. Nun, Facebook und Übersichtlich sind jetzt vielleicht nicht zwei Begriffe, die so gut zusammenpassen, und ausserdem bin ich auch ein wenig weg von der Idee Sachen irgendwo anzubieten, wo sich der jeweils Interessierte dann für anmelden muss, auch wenn FB ein gewisser Standart sein sollte.

Ausserdem doof: Weil ich mit Facebook persönlich ein wenig auf Kriegsfuß stehe sind die Alben nicht aktuell. Manche Sachen sind nicht mehr hier, dafür kamen neue Games dazu – alles nicht so optimal. Was bleibt also als Lösung? Richtig – selber machen!

Ein mal Alles auflisten, Bilder machen, Seite erstellen. Vermutlich via WordPress, da ich dank dem Blog hier recht gut damit umgehen kann. Und anschließend alles online stellen, taggen, Kategorien sortieren und so weiter. Hab ich schon erwähnt, dass hier alleine geschätzt um die 200 Ausgaben diverser Printmagazine, von Club Nintendo – Ausgaben über die gute, alte Total! und mehr rumfliegen? Der Plan lautet, ALLES online zu stellen. Dann wisst ihr jetzt, was ich mir hier selber aufgehalst habe.

Erkenntnis zum Ersten: Willst du Sammler sein – fang gefälligst jetzt an, dich zu organisieren. Gestern. Nicht erst in 10 Jahren, wenn du unter Hard-, Soft- und Printware (schönes Wort, sollte ich öfter nutzen) begraben bist.

Erkenntnis die Zweite: Vielleicht bin ich ja doch einfach nur Messi. Sammler klingt nur netter.

Immerhin, ich zieh das jetzt durch und ihr habt demnächst was, wo ihr euch gemütlich durchwühlen könnt. Was bringt die schönste Sammlung, wenn sie niemand zu sehen bekommt?

 

Edit:

Bevor mir jetzt der erste #pcmasterrace-Kommentar reinflattert: Ja, eine schöne Steam-Bibliothek ist ja so was feines. Eine Festplatte an der Wand ist ja auch so unfassbar dekorativ. Ich bin und bleibe Konsolereo. ❤

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5 Gedanken zu “Sammler, lass die Hosen runter

  1. Eigentlich wollte ich ja schon in’s Bett gehen, aber zur Abendlektüre habe ich mir Deinen Beitrag noch vorgeknöpft.
    Leider kenne ich das nur zu gut. Mit den C64 habe ich eine solche Phase durchgemacht. Raubkopien? Gab’s damals irgendwie nicht. Da wurde getauscht und verteilt was ging. Gefühlte 100 Disketten mit jeweils 5 bis 15 Speilen drauf waren da keine Seltenheit. Und dann hat man ja doch immer nur die Klassiker wie „Impossible Mission“ gespielt. Aber der Besitzerstolz war groß und ich habe auch angefangen die Spiele in einem Heft schriftlich zu „katalogisieren“. Die Disketten habe ich heute noch. Sowas gibt man nicht her!
    Das hat sich aber bei mir mir der Zeit gegeben. Heute kaufe ich (fast) nur noch Sachen, die auch auch wirklich spiele. Meine Steam-Bibliothek ist deshalb zu ca. 80-90% durchgespielt.
    Aber ich gebe zu, es ist verdammt schwer, bei irgendwelchen Sonderangeboten zu widerstehen, aber wenn das Sammeln wirklich ein Hobby ist, warum nicht?
    Ich bin jedenfalls schon gespannt, wie Du uns Deine Sammlung präsentieren willst 🙂

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    • Sagen wir so: Mein größter Feind ist grade auch mal wieder mein eigener Anspruch.
      Einfach nur eine Liste online stellen könnte nämlich jeder. Ich will alle Games, alle Konsolen, jedes Zubehör, Merchandise, alle Printsachen (alleine das sind an die 300 – habe heute die ganzen Cover fotografiert!) nicht nur auflisten, sondern auch anschaubar präsentieren.
      Mache ich ’nur‘ alle Cover der Spiele? Auch die Rückseite, was ein deutlicher Mehraufwand, aber verdammt cool wäre? Bei den Konsolen – nur die Hardware fotografieren oder auch die Verpackung? Letztere habe ich tatsächlich von vielen Sachen, soweit nicht gebraucht gekauft, wäre auch eine Option, aber, siehe Spiele, auch ein deutlicher Mehraufwand.
      Ich arbeite jedenfalls daran, nur ist das hier grade wirklich ein Großprojekt. Macht allerdings auch Spaß – ich kann mich ein mal durch meine komplette Sammlung wühlen! Und mal ehrlich – ich liebe den ganzen Mist, zu laut beschwere ich mich schon nicht. 😀

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  2. Das Katalogisieren der Sammlung ist bei mir mittlerweile auch zu einer kleinen Lebensaufgabe geworden. Wegen Faulheit, Platzproblemen und anderen Gründen geht das Projekt aber nur sehr langam vorwärts. Vermutlich müsste ich mir mal ne Woche Urlaub nehmen und mich nur dieser Aufgabe widmen, damit ich wenigstens annähernd alles erfasst hätte. Das ist aber auch ein Thema, was ich schon ewig mal in einem Blogpost genauer behandeln wollte. Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück und die nötige Ausdauer dafür 😉 Hast du ne ungefähre Zahl im Kopf wie groß die Sammlung ist? PS: ogdb.de gibts auch noch, aber ist nicht besonders ansehnlich, wie ich finde.

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    • Puh, ich habe wirklich keine Ahnung. Den Überblick über die genaue Zahl hab ich vor Jahren bereits verloren.
      Was ich dir sagen kann: Ich habe jetzt in diesem Moment hier eine Liste erstellt mit knapp 330 Softwaretiteln – was nicht ganz vollständig ist. Ebenso habe ich von allen Printmedien heute Fotos gemacht, also von dem jeweiligen Covern, auch hier komme ich auf knapp 280 Bilder.
      Diese Liste ist mehr für mich selbst, um eine simple Übersicht zu haben und auch mal nachvollziehen zu können, was vielleicht grade wo rumschwirrt – wie das so mit Freunden ist, wird auch bei mir natürlich das eine oder andere mal an die geliebten Nerdlinge verliehen. Immerhin ist das dann auch eine Übersicht, nach der ich grade meine Seite da ein wenig vorplanen kann, im Sinne von Aufbau, Kategorien etc.
      So oder so – ich hasse mich selber dafür. Nicht, weil ich so viel habe, sondern weil ich das nicht eher gemacht habe. Aber wem sage ich das, „eine Woche freinehmen“ klingt nämlich so ziemlich nach dem, was ich hier grade an Zeit dafür einplanen darf. 😀

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  3. Pingback: Update: Inventur abgeschlossen, Museum eröffnet | Redmaker.net

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