26 Games neg

Erste Runde bei 26 Games, man startet mit „A“. War ja wieder klar, das alle über Assassin’s Creed schreiben. Oder Alan Wake. Langweilt mich. Animal Crossing hatte ich schon mal wann anders, also krame ich heute was mobiles aus.

Damals, da war ja noch alles besser. Damals, da war ich noch in meiner Ausbildung. Soll heißen: Hatte zu viel Zeit und zu viel Geld. Was praktisch war, da ich mir in der Regel einfach mal fast alles, was an neuem Kram rauskam, direkt geholt habe. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Ebenfalls praktisch: Ein Gameboy. Ich war schon immer ein Fan vom mobilen Gezocke, also war ein Advance eine selbstverständliche Investition. Der Vorteil bei so einem Gerät liegt klar auf der Hand: Langweilige Schulstunden gibt es damit nicht.

Nachdem ich meine Laufbahn als Heeresführer nach Alarmstufe Rot mangels mächtiger Pc-Hardware und wachsender Konsolensammlung recht früh auf Eis gelegt hatte, folgte mit einem der üblichen Spontankäufe dann ein wundervolles Comeback – frisch erschienen legte ich mir Advance Wars zu. Dabei ist die ‚Wars‘ – Serie selbst gar nicht mal so jung, 1988 kam Famicom Wars als erster Titel der Serie bereits in Japan heraus. Der Gameboy Advance – Ableger war dabei allerdings der Erste, der es auch nach Übersee schaffte.

Strategie ist ja prinzipiell schon was Feines. Rundenbasierte Strategie hat es mir dabei im Zweifelsfalle immer ein wenig mehr angetan. Im Falle von Advance Wars hatte die Rundenstrategie sogar einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Echtzeit-Konkurenz: Offline Multiplayer.

Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich damit verbracht habe, den Gameboy unter dem Tisch weiterzureichen. Es dürften so einige gewesen sein. Super, wenn man gemeinsam mit ein paar anderen Nerds die Schulbank drücken darf. Und falls der Multiplayer doch mal Langweilig wurde, gab es ein weiteres Highlight: Das Ding hatte einen Editor.

Wenn ich ja etwas liebe, dann sind es definitiv Editoren. Charaktere, Fahrzeuge, ganze Landschaften, was auch immer – gebt mir was zum basteln! Eben das funktionierte bei Advance Wars meisterlich. Übersichtlich und flott mal eben ein wenig das Gelände gestaltet, Gebäude und Einheiten platziert – fertig war das frische Schlachtfeld, bereit, bespielt zu werden. Grade für Handheld-Verhältnisse wirklich kein Standard, so was hätte ich auch heute gerne öfter.

Weitere Teile der Serie habe ich erstaunlicherweise nicht mehr gespielt. Obwohl, eigentlich wenig erstaunlich, ich musste ja nicht mehr zur Schule gehen. Der Tod meiner Strategenlaufbahn endet also mit meiner Schulkarriere, erfolgreich ein privates Mysterium gelöst. Jedenfalls steht fest, dass mich dieser Titel durchaus die eine oder andere Note gekostet haben dürfte. Sei’s drum, ich musste Prioritäten setzen. Es gab Krieg! Und hätte ich damals besser aufgepasst, würdet ihr jetzt vermutlich nicht diesen Artikel lesen. Also… Ich meine, dann hätte ich ja… Mmh. Ja. Advance Wars. Danke. Du hast mein Leben versaut. Ach, Scheisse.

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