Games neg

Die Gamescom 2013 ist rum und alle müssen ihren Senf dazu abgeben. Ich also auch. Ich schreib hier sowieso zu wenig, da sollte ich jede Chance nutzen. Dieses Jahr eine persönliche Premiere: Anstatt mich dem Wahnsinn nur einen Tag hinzugeben gab’s direkt eine Dauerkarte. Habe ich dann auch genutzt, um drei Tage selbst vor Ort zu sein, namentlich von Donnerstag bis Samstag. War’s gut? Größtenteils ja, allerdings nicht nur.

Das offensichtliche zuerst: Es war voll, wirklich arschvoll. Verrückterweise kam mir der Donnerstag am schlimmsten vor – ungefähr so, wie ich die letzten beide Jahre den Samstag erlebt habe. „Zu voll“ kann ich jetzt nicht unbedingt sagen. Ganz einfach, weil die Stimmung der Besucher wirklich überwiegend toll war. Ja, es gab eine Menge Engpässe, ja, es war viel Gruppenkuscheln – ob man wollte oder nicht. Hier sollte und müsste allerdings dringend nachgebessert werden.

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23% mehr Besucher – bei gleicher Ausstellungsfläche wie letztes Jahr? 2012 wurde schon morgens dicht gemacht, weil zu viele Leute da waren. Warum konnte man dieses Jahr dann einen neuen Besucherrekord aufstellen? Beeindruckt mich nicht, stimmt mich eher skeptisch.

Mehr Hallen sind da nicht unbedingt die passende Lösung, wenn die verbindenden Gänge dann dieselben, engen Schläuche sind. Auch eine Verlängerung der Messezeit oder ähnliches machen wenig Sinn. Was gut wäre, ist eine deutliche Limitierung der Tickets. Keiner mag 2-3 Stunden für eine kurze Anspielsession anstehen (ich selbst habe keinen einzelnen Titel angespielt), und das Gedränge könnte so gar nicht erst entstehen. Wer hin will, muss sich halt frühzeitig ein Ticket organisieren – was machbar ist. Wodurch der Veranstalter natürlich weniger Geld einfährt, insofern bezweifel ich, dass dieses (vernünftige) Lösung umgesetzt wird.

Gedränge hin oder her, ich bin jedenfalls auf meine Kosten gekommen. Seit meinem ersten Messebesuch 2011 bin ich letzten Endes für zwei Dinge auf der gamescom: Sightseeing und Meet’n Greet. Ich kenne eindeutig viel zu viele Leute nur via Twitter, durch Livestreams oder durch die Bloggerei. Da bleibt es nicht aus, das man viele Leute einfach mal so gar nicht live erleben kann – ausser ein mal im Jahr auf der gamescom.

Neben all dem fröhlichen zusammenhocken und Hände schütteln blieb aber genug Zeit, dann doch wenigstens auch einige Runden durch die Hallen zu drehen. Ich steh auf hübsche Kulissen, und von denen gab es bei den ganzen Ständen einige zu sehen.

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Abseits der Stände trauen sich dann die ganzen Verrückten zum Glück auch noch direkt mal raus. Bei so viel gutem Cosplay weiß man gar nicht, wo man zuerst Fotos machen soll.
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Davon abgesehen habe ich ausserdem nicht grade wenig Zeit am oder in der Nähe des Nintendo-Standes verbracht. Merke: Gehst du auf die gamescom, nimm den 3DS mit. Passend, das Nintendo da eine gemütliche Sitzlandschaft eingeplant hatte.

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Wo ich hier in meinem Städchen mal 1-2 Leute via StreetPass treffe, kommt man auf der gamescom aus dem Datensammeln gar nicht mehr raus.  Ich freu mich über die knapp 250 neuen Miis aus allen Teilen Deutschlands, Frankreichs, Kanada, Japan, Tschechien…

Ebenfalls sehr schön war der Retrobereich. Hier war’s auch deutlich wenig voll als in den restlichen Bereichen. Wartezeit für eine gediegene Runde Backenfutter bei Street Fighter II auf dem Snes? Grade mal 10 Minuten.

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Ausserdem toll: Daytona USA, direkt mit 8 Leuten im Multiplayer. Sowas bitte nächstes Jahr wieder!

(Kleiner Tipp: Ich bin der, der nicht gewinnt. Mist!)

[youtube http://youtu.be/xKf5ki0yfXw]

Wer sich mehr Bilder der gamescom meiner Sicht geben mag schaut sich bei Flickr um, ansonsten gilt das Fazit: Nächste Jahr bitte strenger die Tickets limitieren, ansonsten bin ich zufrieden und freue mich auf die nächste gamescom.

(Heimliches Messehighlight am Rande: Ich habe bewusst nicht EINE Dubstepbeschallung über mich ergehen lassen müssen – es gibt noch Hoffnung!)

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