52 Games neg

Wie sieht das eigentlich bei euch so aus mit der Wahl des Schwierigkeitsgrades beim zocken? Ich gehöre ja zu der Sorte Gamer, die auch mal nur auf „easy“ spielt. Namentlich zum Beispiel Halo. Einfach, weil mich die Geschichte interessierte, weniger die Herausforderung. Zumindest, wenn ich alleine spiele – im Coop-Modus wird dann natürlich auf Legendary gerockt. Bayonetta umgekehrt wollte ich nicht unter „normal“ starten, da stand mir mein eigener Anspruch im Weg. „Mindestens auf ’normal‘, drunter fang ich gar nicht erst an!“

Viele Spiele haben ja auch gar keinen justierbaren Schwierigkeitsgrad, stattdessen erhöht sich dieser einfach mit der Spielzeit und dem Fortschritt. Ein Mario auf easy, normal und hard? Unvorstellbar, die Lernkurve ist optimal gelöst und sowas unnötig. Auch Trials ist ein Beispiel, wie grade bei Rennspielen ein kontinuierliches klettern der Ansprüche einfach Sinn macht.

Und dann gibt es da noch diese Games, die einem einfach packen. Man spielt sie, man hat Spaß – und man will mehr. Mehr im Sinne von: Das letzte bisschen herausholen. Und das Ding eben auch im höchsten Schwierigkeitsgrad noch schlagen. Einfach, weil man es kann. Nun, zumindest versucht man es. Manchmal auch siegreich.

Also hab ich mir auch dieses Ziel gesetzt. Splinter Cell: Conviction sollte es nun sein. Auf „realistic“. Warum? Nun, die Antwort ist einfach: Weil’s mir unfassbar viel Spaß macht.

Ich werde ja mit diesem ganzen Schleichgedöns wahrscheinlich niemals so recht warm werden. Gut, dass der alte Sam in Conviction selber im Ragemode ist und ich überhaupt nicht schleichen brauche – es gibt ordentlich Backenfutter. Und mit ordentlich Backenfutter meine ich „Kopf in Faxmaschine“ und mehr. Macht Laune (18+ versteht sich) und sieht schick aus (wirklich 18+!), ausserdem hat es massig Style. Wenn man nämlich erst mal den Dreh raus hat geht’s hier ordentlich ab. Gegner packen, beim Genickverdrehen die Kamera schwenken, 4 weitere Gegner makieren, ausschalten – 5 Kills in 3 Sekunden, Raum geräumt. Weiter geht’s.

Große Ziele? Jap, hab ich. Koop wurde das Ding bereits erfolgreich gerockt, nun fehlt noch der Solomodus. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad hatte ich da schon so manch knifflige Stelle. Und trotzdem: Realistisch. Weil ich Sam mag. Weil ich Conviction mag. Und weil ich’s kann. Nun, zumindest versuche ich es. Jeder braucht Ziele.

52 Games ist ein Blogprojekt von Zockwork Orange.

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