52 Games neg

Ah, was wären große Geschichten ohne große Verschwörungen? „Trust no one!“ hören wir mehr als oft. Manchmal schon zu oft, wirklich überraschen lasse ich mich mittlerweile eher selten, zumindest was Storywendungen angeht. Reisen wir also ein wenig in der Zeit…

Als Topagentin hat man’s gar nicht mal so leicht. Klar, man hat ein sexy Outfit und alles weitere, anstrengend ist der Job trotzdem. In der Zukunft wollen große Konzerne nicht nur unser aller Wohl, sondern auch mehr Macht. Gut, das ist auch heute schon so, aber lassen wir das. Jedenfalls lasse ich mich grade elegant durch die Großstadt fliegen, weil ich einen Doktor befreien soll. Dieser scheint „relvante Informationen“ zu besitzen – was auch immer mein Chef mir damit sagen will. Damals wie heute galt: Jeder weiß nur so viel, wie er muss. Anscheinend muss ich nicht viel mehr wissen.

Was nun alles folgt, möchte ich an dieser Stelle nur gerafft wiedergeben. Der Doktor stellt sich als… Laptop heraus. Ein fliegender, sympathischer Laptop. Das wir ihn befreien, gefällt natürlich der Casandra nicht, der gehört nämlich die tolle Firma DataDyne und die haben recht viel dafür gezahlt, diese tolle KI zu bekommen. Doch auch Casandra hat so ihre Probleme, namentlich mit einem gewissen Mr. Blond. Der ist, wer hätt’s gedacht, blond, trägt gerne Trenchcoats und scheint generell eher der ungeduldige Typ zu sein. Dummerweise soll Mrs. De Vries einen Auftrag für ihn erledigen.

Wir wiederum befreien Doktor Carol, um anschließend unseren Boss, Daniel Carrington zu befreien. Dieser wurde nämlich in seinem eigenen Haus festgesetzt, eben von jener oben genannten Truppe. Dann kommt noch Trent Easton in’s Spiel. Der ist quasi die rechte und linke Hand vom US – Präsidenten. So langsam nimmt das alles große Ausmaße an. Nachdem wir eine geheime Sitzung der Truppe belauscht haben werden wir auch schon weitergeschickt, um einen weiteren Gefangenen zu befreien. Aus der Area 52. Ein Alien.

Dieses Alien wiederum ist wirklich sehr symphatisch, heißt Protector One (bevorzugt es allerdings, „Elvis“ genannt zu werden) und bringt uns ein Stück weit tiefer in die ganze Angelegenheit. Es geht um einen Krieg zweier Alienrassen, namentlich die Maianer (die Guten) und den Skedar (die bösen). Mister Blond ist nun also ein Skedar, natürlich mit menschlicher Tarnung, De Vries hat überhaupt nicht realisiert worum es überhaupt geht, Trent will nur mehr Macht und der Präsident wird nebenbei auch noch geklont, bevor wir iiiirgendwann mal dem ganzen Treiben ein Ende setzen.

Perfect Dark gehört für mich bis heute zu den ganz großen Konsolenshootern. Wie man jetzt vielleicht gemerkt hat liegt das nicht nur am hervoragenden Multiplayer, sondern eben auch an der Story und den Charakteren. Großes Kino. Und da bin ich überhaupt nicht traurig, das Rare damals die Lizenz für ein weiteres Bond – Game nicht mehr hatte – wenn stattdessen dann sowas aus dem Boden gestampft wird, bin ich mehr als zufrieden!

Leider wurde Rare dann von Microsoft geschluckt, lieferte seitdem nicht mehr so grandiose Arbeit und das Perfect Dark Zero dann so schlecht wurde und warum überhaupt in Perfect Dark in JEDEM Leven ein Stück Käse rumliegt… Aber das ist eine andere Verschwörungstheorie. Ein anderes Mal.

52 Games ist ein Blogprojekt von Zockwork Orange.

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