Games neg

Na, erinnert sich noch wer? Genau, da hatte ich doch Anfang Dezember zu aufgerufen. Gesucht waren die etwas andere Top Titel des vergangenen Jahres, allerdings nicht nur – auch Retrotitel durften, wenn sie euch denn in 2012 gerockt haben, genannt werden. Sollte auch schon eine ganze Weile zu lesen sein. Feiertage, dies und jenes, hundert Dinge gleichzeitig machen (wollen), Motivation – jetzt ist’s aber endlich mal so weit! Immerhin: Ich hab auf den letzten Drücker noch das eine oder andere Spiel des vergangenen Jahres nachholen können, also gibt’s auch mehr zu verwursten. Fein! Dann mal nicht lange rumgeredet und losgelegt, auf geht’s mit den (other) Best Games!

Oh, halt – eines noch: Danke! Was wäre so ein Mitmach-Bloggedöns, wenn keiner mitmacht? Eben, und darum direkt schon mal ein dickes Danke in die Runde – an Naxed (nenn mich nie wieder alt…), an El Spotto („And the Reddy goes to…“ gefällt mir!), Heatgamer (längster Kommentar EVER unter einem Artikel), NoodleInc. (der Erste, fleißiger Mann) und Dicker Wickinger (dank verreckten Pc per Handy gebloggt, ich bin stolz auf dich!). So, nun aber, los geht’s: Vorhang auf für den Rückblick der dezent anderen Art!

1. Soundtrack und / oder Sounddesign

Da hab ich mir direkt selbst ein Ei gelegt – ich bin Musikjunkie, insbesondere was Game Soundtracks angeht. Ein Spiel funktioniert für mich nicht ohne seine dazugehörende Musik. Zwei Titel, die ich hier eindeutig nennen muss, habe ich erst vor kurzem nachgeholt.

Journey hat mich derbe fasziniert. Wie schon flOw und auch Flower ist diese feine Machwerk weniger übliches Spiel als mehr eine Erfahrung, auf die man sich einlassen muss. Nach grade mal rund 2 Stunden war meine Reise auch schon wieder vorbei – mangels eigener PS3 wird sie sich so schnell wohl auch leider nicht wiederholen lassen. Was bleibt, ist ein schöne Erinnerung. Und dank YouTube ein kompletter Soundtrack als Playlist. Hach.

Direkt im selben Atemzug muss ich dann auch Sword & Sworcery nennen. Ein… Handygame. Ja, ich weiß. Nein, ich mag die auch nicht. Ich mag Knöpfe und so, kenn ich alles. Trotz allem konnte ich da nicht dran vorbei – zum Glück! Ähnlich wie auch Journey ist dies etwas, was man entweder mag oder damit wirklich nichts anfangen kann. Die Pixelgrafik ist nicht jedermanns Sache, das Spielprinzip, ein seeehr reduziertes Adventure, ist auch Geschmackssache, wo sich allerdings die meisten einig sind: Der Soundtrack ist eine Wucht!

Last, but not least, nenne ich dann noch SSX. Jap, Lizenzzeug, total schlimm. Nur: EA hat Geld, und das wird tatsächlich auch in gute Musik investiert. Seit Burnout Revenge hat mich allerdings keine Auswahl so begeistern können wie hier, deswegen gehört auch dieser Titel verdient zu meinen Topspielen des Jahres. Ok, und es hat Spaß gemacht. Sollte ich vielleicht erwähnen.

Während ich also diversen Soundtracks gelauscht und meine Nachbarn beschallt habe, lag der Noodle dafür dann einfach im Wald rum. Bei Battlefield 3. Wegen den schönen Geräuschen. Nebenbei den Tekken Soundtrack auf den Ohren. Eine zugegeben interessante Kombination. Dafür hat’s den Naxed auf den Handheld verschlagen – Final Fantasy Theatrythm hat den Suchtfaktor in ihm angeheizt. El Spotto hat stattdessen ein paar Runden um den Blog gedreht, wahlweise bei Need for Speed: Most Wanted oder bei Saints Row 3, und ausserdem Brütal Legend gerockt äh, gemetaled, und der Wickinger genoß feine Klassik bei Halo und Zelda. Insbesondere in so mancher Interpretation von Lindsey Sterling (tolle Frau!). Heatgamer stimmt mir mir dann auch überein, das der Soundtrack von Journey zu dem Besten gehört, was den Ohren dieses Jahr passieren konnte. Zurecht!

2. Charakter

Was wären Videospiele ohne ihre tollen Protagonisten? Hier waren sich Naxed, El Spotto und Heatgamer einig: Max Payne gehörte mit seinem mittlerweile dritten Ausflug zu den ganz Großen. Vielleicht hol ich das ja doch mal irgendwann nach…

Ich für meinen Teil hatte dafür überraschend viel Freude an John Tanner in Driver San Francisco. Sobald es primär um Autos geht bin ich ja normalerweise schnell raus, hier hat mich allerdings der Humor und insbesondere die herrlichen Dialoge gepackt. Nicht zuletzt ist das auch den Sprechern in der deutschen Synchro zu verdanken, die haben hier einen hervoragenden Job geleistet.

Ausserdem beeindruckt hat mich dieses Jahr Dom in Gears of War 3. Ich nenne irgendwie nur Titel, die 2011 released wurden, oder? Egal, Dom ist wirklich beeindruckend gewesen. Er hat seine Frau verloren, die halbe Welt liegt in Trümmern, eigentlich ist alles am Arsch. Und doch ist er lange Zeit mit derjenige, welcher die Handlung voran treibt. Ach, Dom. Wir werden dich vermissen!

Zuletzte bliebe dann noch Dogfella aus Sword & Sworcery über. Ja, ein Hund. Nein, der macht nichts spannendes, der läuft ab und an mal von links nach rechts und von rechts nach links und bellt. Oder, um seinen eigenen Gedanken zu zitieren: „Sometimes I grow weary of barking all the time but a dog’s gotta do what a dog’s gotta do what a dog’s gotta do do“ – fantastisch!

Noodle hat Chell ins Herz geschlossen und hatte seinen Spaß mit ihr in Portal 2, ebenso viel Freude an der Namensgeberin bei Alice: Madness Returns und ist generell ein Katzenfan bei Skyrim – die Khajit haben es ihm verständlicherweise angetan. Dafür hat El Spotto sich so lange am Editor von Saints Row 3 ausgetobt bis es aussah, als hätten Storm und Wolverine ein Kind gezeugt, und zusätzlich noch den kleinen Lucius, Satans Sohn, lieb gewonnen, während Dicker Wikinger ein paar männliche Tränen vergoß für Lee und Clementine bei The Walking Dead.

3. Location

Eines meiner Highlights kam tatsächlich recht unerwartet für mich. Nachdem mich die letzten Teil längst nicht mehr so begeistern konnte, wie noch die anfängliche Trilogie, wurde Silent Hill: Downpour durchaus ein wirklich sehr feines Spiel. Das eigentliche Silent Hill spielt allerdings für die Wahl der Top-Location für mich nun weniger eine Rolle – es waren die Albtraumwelten, welche mich faszinierten und an die ich immer noch gerne zurückdenke. Naja, „gerne“, so gut das halt bei gut gemachtem Horror wirklich „gerne“ ist. Unglaubliche Architektur, verrückte Gravition und generell sehr abstrakte Physik – der Begriff „Mindfuck“ passt hier perfekt, alles ist wirklich auf einen exzellent-hohem Level abgedreht präsentiert.

Ich bleibe direkt beim Horror, mehr oder weniger – Chenaurus. Oh Gott, ChenaurusDayZ hat etwas erstaunliches geschafft: Ich zocke am Pc. Sehr gerne sogar, weil diese Mod einfach etwas wirklich Neues für mich darstellt. In Chenaurus, mit seinen weiten Ebenen, Wäldern, verlassenen Städten und alten Fabriken gibt es so unglaublich viel Fläche, so unglaublich viel Spielraum. Der ist auch nötig, grade durch die Größe der Spielwelt wird auch maßgeblich eben jenes Spielgefühl erzeugt, was DayZ so großartig macht. Ich freue mich schon auf die Standalone-Version, das kann fast nicht schiefgehen!

Mein wirkliches Highlight habe ich allerdings noch nicht mal groß spielen können. Genauer gesagt warte ich aktuell auf meine Lieferung, bisher habe ich nur mal reinschnuppern können – der Heatgamer war so nett, mir Xenoblade Chronicles auszuleihen. Dieses „nur mal reinschnuppern“ dauerte knapp 2 Stunden, was ja für ein Japano-Rollenspiel gar nichts ist. Dafür hat’s mich direkt von der ersten Minute an gepackt, so ein geniales Weltendesign habe ich gefühlt seit Jahren nicht mehr gesehen. Da ich jetzt einen halben Roman (mindestens!) schreiben müsste, um das ‚warum‘ zu erklären, an dieser Stelle einfach mal das Intro:

[youtube http://youtu.be/pI_Wybd82V8]

Wer nach den ersten zwei Minuten dann keine Lust auf das Tutorial-Blabla hat, skippt einfach mal zu Minute 9 vorwärts – Ja, ihr seht richtig. Diese zwei Titanen vom Anfang SIND die Welt. Atemberaubend! Wenn das nicht eine Top-Location ist fress ich jetzt, hier und sofort, einen Weltatlas. Mit Senf.

Die anderen vergnügten sich sehr abwechslungsreich. Vom Wilden Westen (Red Dead Redemption) über die endlosen Ebenen eines Shadow of the Collossus, von endlosen Toden in Lordran (Dark Souls – Prepare to Die Edition) bis zu Blutsväterplaneten (Halo 4) oder pestverseuchten Steampunkstädten in Dishonored war so ziemlich alles dabei, was man sich Wünschen kann. Auch die postapokalyptisch-verwucherten Ruinen in Enslaved, epischen Metalcoverwelten bei Brütal Legend und die Länder von Skyrim (dank Add-On bis nahe Morrowind) wurden ebenso wenig vergessen wie die Wüste eines Journey, die fantasiereiche, und doch glaubwürdige Welt eines Kingdoms of Amalur oder der schönes Stil bei Guild Wars 2 – wir Gamer kommen wirklich ganz schön weit rum!

4. Frustmoment

Ich bin eindeutig nicht der Typ für einen großangelegten Wutanfall. Trotz allem gibt es natürlich immer mal wieder Momente, wo auch ich in’s Pad beißen möchte. So geschehen zum Beispiel bei Trials Evolution. Meine Fresse, was da manche Leute für Bestzeiten zusammenfahren. Ich bezeichne Trials Evo ja mittlerweile als „mein Dark Souls“, mit gutem Grund! Und dieser verfluchte Anspruch… 0 Fehler. Null! Fehler! Ich arbeite noch daran, der DLC darf mir erst mal noch gestohlen bleiben. Eines Tages krieg ich sie ALLE!

Ausserdem recht weit oben in der in-die-Hardware-beißen – Liste: DayZ. Ja, ich hab’s grade noch gelobt. Aber habt ihr mal versucht, den Mist zum laufen zu kriegen?! Konsole an, Spiel rein, läuft – nicht bei einer Mod am Pc und erst RECHT nicht bei DayZ. 2-3 Tage hat’s gedauert, dann lief endlich alles. Meine Fresse…

Verglichen mit den anderen hab ich da allerdings wie es scheint noch richtig viel Glück gehabt. Weder möchte ich mit Noodle tauschen, der ein exzellentes dead-end in Digimon World 2003 entdecken konnte, noch mag ich über die „neuen Gebiete und Bosse“ eines Dark Souls nachdenken. Das ist dein Spielplatz, Naxed, ich bleib bei Trials! Das Heatgamer wenig Spaß am Gold – farmen (Diablo 3) hat kann ich dann genau so verstehen, wie dem Wikinger seinen Frust bei Ghost Recon Future Soldier – ein Spiel, wo man unerkannt bleiben soll, braucht wirklich keine actionlastigen Sequenzen, in denen (auch noch unter Zeitdruck) diverse Gegner ausgeschaltet werden müssen.

Interessant fand ich dann allerdings, das El Spotto wenig Freude an der Steuerung eines Mirror’s Edge hat. Die fand ich wirklich sehr gelungen, da gehen die Meinungen wohl auseinander. Ein viel zu schnelles Ende bei Batman: Arkam Asylum kann ich da deutlich mehr nachvollziehen, ebenso wie einen verkorksten Karrieremodus (Virtua Tennis 4).

5. Zeitfresser

Ich zitiere El Spotto: „Rock Band 2 – Nur einen Song noch, since 2008″. Erinnert mich grade sehr an mich selbst bei Civilization 4 – nur noch EINE Runde! Erstaulicherweise wurde dafür Minecraft nur von zweien genannt – darauf fällt dann allerdings auch direkt meine Wahl. Ich schaffe es immer einen Weile, davon fern zu bleiben – dann kommt die nächste große Idee und ich sitze 2 Wochen konstant da rum und spiel mit Blöcken. Nach wie vor ein unglaublicher Sandkasten zum basteln und bauen!

Immerhin bin ich dieses mal nicht der einzige, der viel zu lange auf dem Klo äh, mit dem Smartphone braucht. Game Dev Story hat bei mir im Gegensatz zum Heatgamer mittlerweile etwas an Reiz verloren (kommt aber wieder, keine Sorge), dafür brachte mir Kairosoft mit Dungeon Village den nächsten Zeitfresser. Simpel-geniales Suchtprinzip, damit kann man nichts verkehrt machen. Vorrausgesetzt, man legt ohnehin keinen Wert auf einen Schlafrythmus. Die längeren Klogänge kennt El Spotto allerdings dank Stickman Cliff Diving nun auch, da bin ich wenigstens nicht alleine.

Der Wikinger verbrachte weiterhin seine Zeit im verschneiten Skyrim und brachte mit Borderlands 2 etwas Abwechslung in den Heldenalltag, während Naxed, wer hätte es vermutet, natürlich weiter bei Dark Souls beschäftigt war. Noodle hingegen präsentiert sich in dieser Kategorie recht klassisch: Pokémon, Dragon Quest VIII und Way of the Samurai 2 standen auf der Liste. Heatgamer holte endlich gemütlich die Wii-Version von Zelda – Twilight Princess nach und investierte nicht grade wenig Zeit in Diablo 3.

6. Magic Moments

Oha, große Momente in Games hab ich gar nicht mal so selten. Wirklich berührt hat mich zum Beispiel eine Szene in Halo 4. Wer es gespielt hat, weiß, wovon ich rede, wenn ich jetzt spoilerfrei sage: Wenn da dieser jemand sein Gegenüber einfach nur mit der Hand berührt und sagt: „Darauf habe ich schon lange gewartet…“ – dann ist das einfach nur unglaublich gut gemacht. Ein großer Moment, den jeder langjährige Halo-Spieler wohl nur zu gut mitfühlen kann.

Einen weiteren Magic Moment der allerdings ganz anderen Art hat mir der liebe Mensch von Polygonien beschert. Dank ihm wurde ich auf Kyoto aufmerksam – solche Spielereien kriegen mich fast immer und so war auch hier das ganze Spiel, wenn man es so nennen mag, ein Erlebnis der sehr besonderen Art.

Selbst noch nicht gespielt, trotzdem kann ich Noodle’s Highlight absolut verstehen: Saints Row 3. Totale Anarchie, letzte Mission – und im Hintergrund läuft erst mal „Holding out for a hero“ von Bonnie Tyler, grandios! Ich mag diesen durchgeknallten Humor, auch das kommt also auf die „mal spielen“ – Liste.

Das Heatgamer mit Journey und Wikinger mit The Walking Dead dann jeweils das ganze Spiel als einen durchgehenden Magic Moment bezeichnen verwundert genau so wenig, wie die Wahl von Naxed – natürlich sind die Bosse aus Dark Souls sein Höhepunkt gewesen.

7. Schnäppchen

Ah, Shopping! Manchmal verschwimmt bei mir die Grenze zwischen Spieler und Sammler doch sehr, unzählige Titel liegen hier ungespielt im Regal. Als den besten Schnapper aus 2012 darf ich wohl ohne Frage The Legend of Dragoon bezeichnen. „Du hast WAS gekauft? WIEVIEL hast du bezahlt? WAS?! ICH HASSE DICH!“ Ist das schön, wenn sich die Freunde so mitfreuen. Was kann ich denn dafür? Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, dass dieser PSone-Klassiker mal eben seine stolze 80,-€ kostet… deswegen habe ich auch nur 5,-€ auf dem Flohmarkt bezahlt. Selbstverständlich in quasi Neu-Qualität.

Zwei weitere Titel waren dann Metroid – Other M und Silent Hill: Shattered Memories, beide für die Wii. Die haben mich nichts gekostet. Hach, Geschenke, immer wieder fein. (Danke, Heatgamer!) Und definitiv eine Bereicherung für mein Spieleregal, beide Titel kann ich nur empfehlen, grade Serienveteranen sollten mal einen Blick riskieren.

Das Naxed für ein neues Halo 4 in der Limited Edition dann grade mal 35,-€ hinblättern durfte ist ebenso fein, wie Noddles erfolgreicher Einkauf von Shadow Hearts. 10,- bezahlen für etwas, was momentan um die 120,- gehandelt wird, ist nicht verkehrt. Für ein Super Nintendo mit Zelda und Mario All Stars sind 25,-€ auch ein fairer Preis, vor allem wenn man dann noch Street Fighter 2 und Doom für jeweils einen Zehner hinterhergeworfen bekommt – Glückwunsch, Wikinger!

Nachdem ich so nett beschenkt wurde bereicherte ich Heatgamers Sammlung dieses Jahr dann auch endlich um ein Silent Hill für die PSone – über den Preis schweige ich jetzt mal elegant. Dass er dann noch ein Rez (PS2-Version) für schlappe 25,-€ ergattern konnte macht mich fast schon ein wenig neidisch. Scheint, als konnten doch einige ihre Sammlung angenehm aufstocken.

8. Shitstorm

Achtung, jetzt wird’s fies: Battlefield 3. Nein, ich habe keine Lust auf zig DLC’s, Premium und den ganzen Mist – ich bin erfolgreich ausgestiegen. Ich bezweifle nicht mal, dass es Spaß macht, ich bin nur nicht bereit diese Summen für „nur“ ein paar Add-Ons zu bezahlen. Mal ehrlich: Ich hab hier 16 Konsolen stehen. Für die rund 50,-€, die ich für Premium bezahlen würde, bekomme ich ein paar schöne, komplette Spiele. Ausserdem stehe ich nicht auf Spiele mit Mindesthaltbarkeitsdatum – wenn bereits eine Beta für den nächsten Teil angekündigt wird und klar ist, dass dieses Spiel nur eine begrenzte Zeit gespielt werden wird… Nein, danke. Ohne mich.

Obendrauf verpasse ich dem heiligen Gral dann jetzt mal noch ein paar Fettflecken: Halo 4. Ach, was hätte das groß werden können… Wurde es aber nicht. Wichtig dabei: Ich rede grade vom Singleplayer! Da ich, dank Umzug, eine Weile auf Internet verzichten durfte, habe ich mich einfach mal nur an die Story herangetraut. Mal so unter uns: So schlecht wurde mir eine Geschichte schon lange nicht mehr erzählt. Nein, ich möchte mir nicht zig Zusatzinfos irgendwo anders anschauen, damit ich verstehe, was passiert. Nein, ich fand es oftmals wirklich nur undurchsichtig und lahm. Ja, Halo 4 ist toll – doch bleibt es hinter meinen Erwartungen weit zurück und ist längst nicht mehr der Übertitel, der es mal war. Davon ab haut mich zum ersten mal auch der Soundtrack nicht um. Das ist hübsche Klassik, ohne Frage, könnte allerdings auch alles Mögliche andere sein. Zu generisch, lautet also meine Kritik, dieses mal ist es einfach nicht unverwechselbar.

Ganz alleine stehe ich damit immerhin nicht da, ich lasse Naxed hier selbst mal zu Wort kommen: „Halo 4 hat eine Kack-Story und generell ist die gesamte Halo-Story nur überbewerteter Scheiß. Ich glaube, hiermit hasst mich ab jetzt jeder.“ Nein, nicht jeder. Nur viele.

Ansonsten stimme ich mit El Spotto überein, der sich (stellvertretend) über Diablo 3 aufregt – Internetzwang ist in der Tat nicht akzeptabel. Passend dazu fällt mir spontan dann auch noch Trials Evolution ein. Ja, ich finde es großartig. Nein, ich war gar nicht begeistert, als ich (siehe oben, dank Umzug) mangels Internet feststellen durfte: Oh, du hast grade kein Xbox Live? Na, dann bin ich jetzt nur noch eine Demo. Ernsthaft, Leute? Ich habe dafür Geld bezahlt, sowas geht wirklich überhaupt nicht.

Gewagt kommt dafür El Spottos Meinung zu Skyrim daher: Zu komplex und umfangreich lautet hier sein Vorwurf. Das Batman: Arkham City wiederum zu kurz und repetiv sei, lasse ich jetzt mal so im Raum stehen. Absolut verstehen kann ich auch Heatgamer, welcher sich zu Resident Evil 6 nur folgendermaßen äussert: „Aber ich habe den Glauben an Capcom schon lange verloren.“ Nun, genug des Aufregens, kommen wir zu angenehmeren Dingen. Nämlich:

9. Retroperle

Da hab ich doch bereits 2009 etwas gekauft, nur um es dann nicht wirklich zu spielen. Also habe ich nun meinen erzwungenen Internetentzug genutzt, mir meinen DS geschnappt und endlich mal Chrono Trigger nachgeholt. Und was soll ich sagen? Ich bereue es. Nicht, es jetzt endlich gespielt zu haben, nein – ich bereue nur, es so lange NICHT gespielt zu haben! Von diesem Titel kann sich so manch modernes Game mal eine dicke Portion abschauen, es ist einfach unfassbar großartig. Noch fantastischer wird es wohl werden, wenn ich dann endlich den letzten Endboss besiege – dieses miese Stück von einem Gegner hat mich nach einem gloriosen, einstündigen Kampf dann einfach mal sachlich hinfortgefegt. Ultimate Magical Attack. Ach, noch nicht tot? Komm, noch einmal die Ultimate Physical Attack hinterher. Ich habe ein bisschen geweint. Vor Freude, ein wirklich unfassbar großartig gemachter Endgegner.

Zwar noch kein Klassiker, dafür auch bereits einige Jahre auf dem Buckel hatte Zelda – Twilight Princess (Wii-Version), hiermit hatte Heatgamer seinen verdienten Spaß. Zusätzlich wurde Metal Gear Solid 3 in der HD-Fassung ausgepackt, während Naxed sich mit dem zweiten Teil selbiger Serie beschäftigte – beides ohne Frage große Spiele.

Fast schon historisch hat es Noodle angegangen: Halo 1 – 3 wurden erfolgreich nachgeholt. Der Preis für den ältesten Titel in dieser Kategorie geht allerdings unangefochten an den dicken Wikinger: Day of the Tentacle ist unbestritten einer DER Klassiker schlechthin!

10. Untergänge

Bleibt also die Frage: Was blieb liegen und möchte nachgeholt werden? Eine Kategorie, bei der die meisten dann wohl recht ratlos waren (oder sie haben einfach alles gespielt, im Gegensatz zu mir). Bei mir lautet die Antwort nun eindeutig Xenoblade Chronicles. Nach dem hervoragenden Ersteindruck freue ich mich drauf, bald endlich mehr von diesem Spiel zu sehen. Ausserdem steht auch noch Last Story auf der Liste, auch dieses feine Game habe ich im vergangenen Jahr nur kurz angespielt und mich spontan ein bisschen verliebt.

Ebenfalls ein Rollenspiel, was ich nicht groß gespielt habe und nachholen möchte: Kingdoms of Amalur – Reckoning. Also ich wollte es ja spielen. Leider war ein guter Freund dann ebenso begeistert und so saß ich 3-4 Stunden brav daneben und schaute zu. Manchmal bin ich einfach zu nett, verdammt.

Heatgamer hat dafür dann noch I am alive und Amy hinzuzufügen. „Beide haben sicherliche ihre Macken aber der Mut der Entwickler sollte belohnt werden und sollten diese Spiele jemals ein Nachfolger bekommen, bin ich mir sicher das sie viel mehr Spieler begeistern werden.“ – Dem kann ich nur beipflichten.

Und damit endet unser kleine Abgesang auf das Spielejahr 2012. 

Was bleibt, ist ein Fazit zum Schluss: Es gab einige Highlights und auch einiges, was nicht ganz so fantastisch war. Alles im allen ein gutes Jahr, wie eigentlich… jedes Jahr. Ich bleibe gespannt, was uns dieses Jahr also alles erwartet. Kommen neue Konsolen? Was wird alles an Spielen erscheinen? Welche Titel werden wirklich überraschen und was wird alles an alten Schätzen neu entdeckt?

Nochmals ein großes Dankeschön an alle, die hier fleißig geschrieben und mitgemacht haben! Mit Sicherheit war es nicht das letzte mal, das wir etwas gemeinsames aus dem Boden stampfen. Ihr rockt! ❤

Und zum Abschluss, passend, noch ein kleiner Absacker hinterher: Das Gamingjahr 2012 in unter 2 Minuten. Vielleicht nicht mit allen Spielen, die in eine solche Liste gehören würden – das würde ohne Frage zu lange dauern. Dafür allerdings eine würdige Zusammenfassung und eine kleine, feine Auswahl an Momenten – von kleinen Geschichten und großen Kriegen, alten Legenden und neuen Helden, von Freud und Leid, und… und… und…

[youtube http://youtu.be/clmxatK9P3k]

Hier noch mal alle Artikel, welche eingereicht wurden: Noodle | Naxed | El Spotto | Dicker Wikinger | Heatgamer (im Kommentarbereich)

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