52 Games neg

Na das ist doch mal ein Thema. Ohne Elektrizität gäbe es ja unser ganzes schönes Hobby nicht, jedenfalls hab ich noch nicht von einem Videospiel gehört, was nur durch pure Willenskraft funktioniert. Wäre ja mal was. Wenn ich bedenke, was ich alleine an Batterien für den guten, alten GameBoy ausgegeben habe… Ne, lieber nicht drüber nachdenken, das macht depressiv. Pikachu ist jetzt auch zu offensichtlich, oder? Gut, nehm ich wieder was, womit keiner rechnet. Wäre ich Superheld, dann wäre Unberechenbarkeit meiner Artikel wohl meine geheime Superkraft.

Weit ausholen, Retrozellen aktivieren: 8bit-Power! Da rennt dieser kleine, grüne Pixelhaufen fröhlich durch die braun-klumpige Landschaft und lässt die kleinen Krabben zerplatzen. Nebenbei wirft er ab und an noch seinen Blockbumerang durch die Gegend, welcher praktischerweise nicht nur zurückkommt, sondern auch die Gegner betäubt.

Richtig geraten, ich rede hier von Link, dem allseits bekannten Helden der Zelda – Reihe. Auch, wenn ich den ersten Ausflug damals verpasst habe, konnte ich irgendwann ein NES inkl. einiger Spiele ergattern. Mit dabei: The Legend of Zelda und Link’s Adventure – top!

Also auf in’s Retroabenteuer, schließlich gilt der Ursprungstitel nicht umsonst als kleiner Meilenstein. Dungeons, Feen, Schlüssel, dicke Bossgegner – alles da. Auch einige Sachen, die später dann nicht ein Comeback feiern durften wie z.B. das Floß machen wirklich Laune und zeigen, wie kreativ dieser Titel damals war. Damals. Denkt euch kurz diesen verklärten Retroblick, den nur Sammler wirklich machen können. Genau den, danke.

Zurück zum Abenteuer. Ich hab mich durch keineahnungwieviele Dungeons geschnetzelt. Ich hab mich mehrfach über dieses alte Game aufgeregt – man ist halt verwöhnt! Warum zur Hölle konnte man da noch nicht diagonal laufen? Das hätte so unglaublich viele Momente so unglaublich angenehmer gemacht. Was soll’s, so war das halt früher. Also fleißig durchgebissen, Stück für Stück.

Irgendwann kam dann trotzdem der Moment, welcher abzusehen war – ich hatte keinen Bock mehr. Zumindest nicht in dem Moment, da stand bereits ein N64, da wartete ein Ocarina of Time. Man muss ja auch Prioritäten setzen, also wurde The Legend of Zelda auf Eis gelegt.

Ich spring mal ein paar Jahre nach vorne. Der GameCube liegt in den letzten Zügen, ein Final Fantasy XII lockt vor die PlayStation 2, eine 360 steht quasi vor der Tür und dieses „Revolution“ (was später als Wii erscheinen sollte) klang doch wirklich zu gut. Da allerdings auf vieles noch gewartet werden musste, stöberte ich fröhlich durch meine Sammlung. Und hatte auf einmal ein goldenes Modul in der Hand – Zelda. Da war ja was.

NES rauskramen, Pad entstauben, Spiel einlegen, NES starten. NES wieder ausmachen, Modul rausnehmen – pusten. Immer noch der beste Bugfix, irgendwann war das NES dann so gnädig. Vorfreude! Retro! Pixel, yea! Start drücken… Nix. „Neues Spiel“. Alter! Wo zur Hölle sind meine Spielstände!?

„Mit Batteriegestütztem Speicher!“ steht da groß auf der Verpackung. Was man mir damals verschwiegen hat: Das wird nicht ewig halten. Heutzutage dank Flash- und Cloudspeicher ein Relikt aus der Vergangenheit, waren meine Spielstände dann in dem Moment nicht mehr zu retten. Da denkt doch keiner dran! Elektrizität my ass!

Mittlerweile sind die wichtigesten Module bei mir mit frischen Batterien gefüttert und dem Spielspaß steht nichts im Wege. Zumindest bis es in 10-20 Jahren dann wieder heißt: „New Game“.

52 Games ist ein Blogprojekt von Zockwork Orange.

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