52 Games – Horror

52 Games neg

Horror… Horror gleich Angst. Angst gleich Beklemmung. Beklemmung gleich das Gefühl, nicht weiter zu können, eine konstante Bedrohung oder einen Verlust nicht abwenden zu können. Mmh. Interessantes Thema. Ehrlich gesagt gibt es kaum ein Spiel, was wirklich „Horror“ vermittelt.

Klar, Schocker finden wir ja ohne Ende. Sei es jetzt der durch’s Fenster springende Köter bei Resident Evil oder die ständige, unterschwellige Furcht vor dem Unbekannten, welches sich durch das rauschende Radio in Silent Hill ankündigt. Obwohl zugegeben grade Silent Hill mit seinem meist subtilen Spiel da bei mir immer ein Highlight darstellt, würde ich es nicht als meine persönliche Hölle, als den Horror schlechthin für mich bezeichnen. Das schaffen, erstaunlicherweise, oftmals Games, welche man auf dem ersten Blick mal so überhaupt nicht mit „Horror“ verbinden würde.

Stellvertretend für viele andere will ich hier also mal Super Mario 64 nennen. Jaja, genau das, dieses fröhliche Jump’n Run, ihr wisst schon. Pilzköppe (ohne Beatles), Krötenpanzer und Prinzessin retten. Fröhlich, bunt, bedrohlich nur durch Bowser, der auch eher so der Symphat unter den Fieslingen ist und doch – Horror. Also nein, nicht allgemein, ein großartiges Spiel, welches (bis auf die mittlerweile in die Jahre gekommene Grafik) immer noch rockt. Aber trotzdem schafft es dieses wunderbare Ding, das ich hier mit schwitzigen Händen rumsitze. Warum? Nun…

Ich hol mal kurz aus. Ich bin 10 Jahre und gehe schwimmen. Nix besonderes. Aber das Wasser ist tief, das Becken dunkel, und ich kann den Grund mehr erahnen als wirklich sehen. Was sich breit macht: Panik. Nein, ich konnte als Kind schon hervoragend schwimmen. Nein, ich bin nie beinahe ertrunken. Trotzdem, ich neige dazu eine unerklärliche Panik vor tiefen, dunklen Wasser zu haben. Wenn ihr mich also loswerden wollt empfehle ich, dass ihr mich einfach mal in’s offene Meer werft. Dürfte erfolgreich sein.

Zurück zum 64er Mario. Tolles Spiel, edle Grafik (Retromodus bitte, ich rede hier von der Zeit als es rauskam), alles total supertolligschönspaß. Und dann muss ich nach dem Schiffswrack tauchen. Da sind diese Muränen. In den Wänden. Und im Schiffswrack ist auch eine. Da ist’s dunkler als oben. Und Wasser. Dunkel. Wasser. Tief. Panik. Ernsthaft.

Ja, das ist eigentlich total bescheuert. Da kannst’e mir ’nen Riiiiiiiiiesenscheissdämon auf dem Hals hetzen – solange es nicht unter Wasser ist, rotz ich den weg. Ein kleines Fischi unter Wasser? No way, ich sterbe hundert Tode.

Zugegeben: Je länger mein Aufenthalt dann an einer solchen Lokation ist, desto mehr fühle ich mich „wohl“. So ganz wie ein Fisch im Wasser wird’s wohl nie werden, aber immerhin. Ich kann’s spielen und gut ist.

Dass ich mein Super Mario 64 – Modul dann irgendwann mal ausgeliehen habe und mein Spielstand anschließend gelöscht war, auf dem ich 119 der 120 Sterne gesammlt hatte… Na, die Geschichte von DEM Horror erzähl ich vielleicht mal wann anders.

52 Games ist ein Blogprojekt von Zockwork Orange.

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7 Gedanken zu “52 Games – Horror

    • Dann hätte ich niemals die 119 Sterne sammeln können. Die „können“ gut sein, sind sie allerdings oftmals nicht. Alleine die Steuerung war allerdings z.B. in Mario 64 wirklich gut gelöst, das hat mir gefallen. Auch, wenn ich das ganze Drumherum nicht wirklich mochte.
      Nebenbei würden dann so schöne und / oder ungewöhnliche Spiele fehlen wie die Ecco – Games oder Endless Ocean. Auch die Unterwasserabschnitte in Monster Hunter Tri haben mir richtig gut gefallen. Da gibt es schon viel Gutes, finde ich. Wenn die Panik nicht wäre…

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