Es könnte so einfach sein

Achtung: Dieser Text entspricht nicht den üblichen Artikeln, die ihr hier normalerweise lest. Er ist dadurch natürlich nicht weniger lesenswert und liegt mir sehr am Herzen, da es um etwas sehr aktuelles für mich geht. Wer sich an dem Thema „Homosexualität“ generell stört – nun, der sollte diesen Artikel dann jetzt nicht weiterlesen. Am besten wäre es, direkt den ganzen Blog zu schließen und auch nicht wiederzukommen.

Aus verständlichen Gründen wird im folgenden kein Name genannt werden. Auch ohne einem Namen wird nachvollziehbar sein, warum mich beschäftigt was „ihm“ passiert ist. Wer „er“ ist wissen einige wenige, die es direkt betrifft, für den Rest von euch spielt das keine Rolle.

Ich bin schwul. Oh, war das bisher nicht klar? Mag daran liegen, das es für mich selbst auch keine große Relevanz hat. Ich empfinde mich so ziemlich als ’normal‘. Ich würde keinen Sinn darin sehen, aus diesem Fakt ein Geheimnis zu machen, allerdings stellt dies nun mal nur einen Aspekt meiner Persönlichkeit dar. Ich denke, wir alle sind mehr als nur ein einziger, geringer Teil von uns. Deswegen muss ich diesen einen Teil ja nicht jedes mal besonders hervorheben.

Ich unterhalte mich ausgesprochen gerne mit ihm. Er ist grade mal halb so alt wie ich, was ihn allerdings nicht davon abhält gerne eine Runde mit mir zu flirten. Das beruht durchaus auf Gegenseitigkeit, ohne da irgendwelche weiteren Interessen zu haben, wir verstehen uns einfach gut auf dieser Ebene. Es ist noch gar nicht so lange her, das er sich geoutet hat, noch nicht lange her, das er mit seinem Freund zusammengekommen ist. Ich erinnere mich noch gut daran, wie er mich so einiges fragte. Ob das denn „ok sei“. Das er sich unsicher ist. Seine Angst, was der andere sagen wird, wenn er ihm erzählt was er für ihn empfindet. Alles Dinge, die bei mir zwar schon ein wenig her sind, allerdings kam mir jeder seiner Gedanken unglaublich bekannt vor.

Ich habe ihn ermutigt, einfach er selbst zu sein. Wenn er schwul ist – dann ist das halt so. Das ist auch nichts anderes, als in ein Mädel verknallt zu sein. Wichtig ist nur, das es sich für ihn „richtig“ anfühlt. Wenn das bei Jungs der Fall ist, gibt es nichts was dagegen spricht. In meinem Umfeld habe ich Bekannte, die jahrelange Beziehungen mit Männern haben und trotzdem stolze Väter sind. Mein eigener Vater ist mit einer Frau verheiratet, welche 15 Jahre jünger als er ist. Mich selbst halten momentan mehrere hundert Kilometer nicht davon ab verliebt zu sein. Liebe ist immer mehr als schwarz oder weiß, die gibt es in allen Farben. Wichtig ist, das man überhaupt Liebe empfindet. Es kann so einfach sein.

Vor zwei Tagen hat er mir geschrieben, das er jemanden eine verpasst hat. Ein paar Jungs haben ihn und seinen Freund nicht in Ruhe gelassen, ‚Schwuchtel‘ und ähnliches hinterhergerufen, bis es ihm zu viel wurde. An dem Tag hat er seinem Freund gesagt, er würde sich in diesem Momenten wünschen „normal“ zu sein. Er hat mir gesagt, das er normalerweise nicht auf solche Sprüche reagieren würde. Trotzdem verletzt jeder einzelne von ihnen. Ich konnte ihm nur zustimmen. Auch wenn man sich selber als noch so normal empfindet, wird es immer Leute geben die einem das Gegenteil davon vermitteln. Manchmal schaffen sie das leider auch. Er hat mich an dem Tag gebeten ihm zu sagen, dass es sich lohnt durchzuhalten. Das es besser wird. Als er Abends schlafen ging war er recht zuversichtlich. Es kann eben alles ganz einfach sein.

Gestern las ich einen simlen Kommentar bei Facebook von ihm – „Autsch.“ Gesendet aus dem Krankenhaus. Er hat die Jungs wiedergetroffen. Dieses mal war er alleine, sie waren zu viert. Einer von ihnen ist wohl 18, die anderen 16-17 Jahre alt, erzählt er mir. Eine Rippe ist gebrochen, ein paar Prellungen, eine Platzwunde. Aber das wird schon, sagt er.

Ich habe etwas in der Art zum Glück nur ein mal erleben müssen. Ich wollte nach einem schönen Abend mit Freunden in einer Kneipe nach Hause. Ich weiß nicht, woher die 10 Jungs auf einmal kamen, die um meinen Freund rumstanden. Ich weiß nicht, woher die anderen 50-60 Leute kamen, die nur zugeschaut haben, darauf gewartet haben, was passiert. Ich weiß nur, das einer irgendwann einfach zuschlug. Irgendwer ging dazwischen, wir sind direkt danach zur Polizei und haben Anzeige erstattet. Das ist das einzige Mal in meinem Leben gewesen, das ich so immens auf diese Art von Hass treffen durfte.

Er hat mir gestern gesagt, das er nicht zur Polizei gehen will. Wir alle wären ja nicht dabei gewesen, wir können das nicht beurteilen. Ich kann das nicht verstehen, sagt er mir, das wäre halt nur so ein Kaff. Das ist da halt einfach so. Die hätten wohl auch nicht aufgehört, sagt er, wenn da nicht jemand gekommen wäre. Über kurz oder lang wird er denen wieder über den Weg laufen. Wenn er zur Polizei geht – wer weiß, was sie dann noch machen würden. Zugegeben, hätte mir jemand ein Messer an den Hals gehalten und mir klar gemacht, dass, sollte ich zur Polizei gehen, wird das nächste mal meine Kehle aufgeschlitzt – ich hätte auch Angst.

Der Grund für das alles: Er hat es selber proviziert. Es ist seine eigene Schuld, sagt er mir. Er hätte halt nicht Händchen halten dürfen mit seinen Freund. War ja klar, das so einer dann da so austickt, sagt er mir.

Sein Fehler war, jemanden zu lieben und das zu zeigen. Was mir bewusst macht, wie wichtig es ist, nicht wegzuschauen. Es nicht hinzunehmen, das „Schwuchtel“ ein selbstverständliches Schimpfwort ist. Nicht nur zuzuschauen, wenn jemand für das, was er ist, leiden soll. Und vor allem macht es deutlich, das es eben nicht so einfach ist, wie es mir mittlerweile manchmal vorkommt.

Seit gestern Abend liegt er im Koma. Anscheinend waren da noch einige Hirnblutungen, die man vorher nicht bemerkt hat. Er ist grade mal 15 Jahre alt und einfach nur verliebt. Es könnte so unglaublich einfach sein. Leider war das Grund genug für ein paar Jungs, ihm das anzutun. Ich hoffe das er bald wieder aufwacht. Und ich hoffe er wird dann verstehen, dass er nichts falsch gemacht hat.

Advertisements

30 Gedanken zu “Es könnte so einfach sein

  1. Wow! Ganz großer Text. Mir fehlen so ein bisschen die Worte. Ich musste erst einmal erleben,wie es ist, wenn man von einer Gruppe offensichtlich nicht freundlich gestimmter Typen umzingelt zu sein, während die Passanten einen weiten Bogen machen. Zum Glück wollten die damals nur mein Geld und Handy und nichtgs weiter… Wie das ist, wenn man in so eine Situation kommt,nur weil man eben so ist, wie man ist, kann ich mir bislang, zum Glück, nur annähernd vorstellen.

    Und wenn solche Idioten es dann noch schaffen, dass das Opfer die Schuld bei sich selbst sucht – einfach nur zum Kotzen! Und dann hörtman in Diskussionen immer wieder so Sachen wie „Schwule spielen doch nur die Opferrolle“, „… sind überempfindlich“ und „Immer dieses Selbstmitleid Homosexueller“ – zum noch viel mehr Kotzen!

    Danke, für diesen tollen und sehr persönlichen Post!

    Gefällt mir

    • Ich musste einfach irgendwas rauslassen. Wenn ich hier grade nur die Wand anstarre dreh ich sonst noch durch. Und mehr als Warten und auf Neuigkeiten hoffen bleibt mir aktuell leider nicht. Danke für das Lob!

      Gefällt mir

  2. Ein wirklich sehr schöner und auch traurig stimmender Artikel.
    Wir Menschen haben dieses elendige Problem, dass unsere Unsicherheit zu Angst führt, unsere Angst sich zu Hass entwickelt und unser Hass letztendlich in Gewalt ausartet.
    Ich selbst hatte über Jahre hinweg Homophobe tendenzen, namentlich „dank“ gewisser religiöser Erziehung und das sich ausschließlliche umgeben mit heterosexuellen Kollegen, die homosexuellen gegenüber ebenfalls verunsichert waren.
    Dieses ganze schimpfen über „Schwule“ ohne jemals einen in persona getroffen zu haben.
    Bis sich einer meiner Bekannten outete und mir klar wurde, dass wir unabhängig von unseren sexuellen präferenzen alle gleich sind.
    Wir hassen, wir lieben, wir weinen und wir lachen.
    In unserem „Wahn“ uns von anderen zu Unterscheiden merken wir oftmals nicht, dass wir uns ähnlicher sind als wir glauben. Und dabei ist es egal, mit wem wir unsere Hand halten, solange wir es mit vollem Herzen tun.

    Ich hoffe es geht der genannten Person bald etwas besser und das Fälle wie dieser für ihn in Zukunft die Ausnahme bleiben.

    Gefällt mir

    • Ich denke, keiner von uns kann jemals komplett frei von Vorurteilen sein. Die sind zu einem gewissen Teil oft auch gar nicht so schlimm, in diesem Falle zeigen sie allerdings deutlich wozu sie auch führen können.
      Ich hoffe nicht nur für ihn, das solche Fälle Ausnahmen bleiben und irgendwann ganz aufhören. Es wird besser – es dauert nur leider.

      Gefällt mir

  3. Puuhh…. Das ist wirklich schockierend. Ich kenne solche Angriffe auf Unschuldige eigentlich nur aus den Nachrichten. Ich hoffe es geht ihm bald besser. Solche Leute finden immer irgendwelche Schwächeren und finden einen Grund auf diesen herumzuhacken – nicht nur bei Homosexuellen! Mir fällt dazu echt nicht mehr ein…

    Gefällt mir

    • Wenn es nicht das gewesen wäre, hätte er auch rote Schuhe angehabt haben können. Oder weil er Blond wäre oder Schwarzhaarig. Vielleicht weil er groß oder klein ist. Es spielt eigentlich überhaupt keine Rolle, wer will, findet immer irgendeinen Aufhänger. Falls es dich beruhigt: So nah musste ich das bisher auch nicht miterleben. Hätte ich gerne drauf verzichtet.

      Gefällt mir

  4. Scheisse, was ist das eigentlich für eine grauenhafte Gesellschaft in der wir leben? Ich kann all diesen Hass einfach nicht nachvollziehen und jedes Mal wenn ich solche Dinge höre, frage ich mich, wie Leute zu so etwas überhaupt fähig sein können. Ich hoffe nur, dass er es schafft und die Typen dafür bestraft werden, obwohl sich dadurch wohl trotzdem nichts ändern wird. Manchmal kotzt einen diese Welt einfach nur an.

    Gefällt mir

    • Frag mich mal, was mir grade so durch den Kopf geht. Das mit der Anzeige ist mittlerweile schon geschehen. Und wenn schon alleine, um denen die Möglichkeit zu nehmen weitere Dinge zu tun ohne mit dicken Konsequenzen rechnen zu müssen.

      Gefällt mir

      • Traurig, dass solche Aktionen ja sogar ohne einen vorgeschobenen Grund wie Homophobie geschehen. Hier in Berlin gabs ja die ganzen U-Bahn Überfälle, wo Leute auch einfach so ins Krankenhaus geprügelt wurden und ich hab ehrlich gesagt schon etwas Angst, wenn ich da am Abend/nachts durch die Stadt fahre. Mein Bruder wurde in der Schule auch oft in Schlägereien verwickelt, nur, weil er nicht wie alle anderen und etwas eigenbrödlerisch ist. Irgendwas läuft hier furchtbar schief.

        Gefällt mir

      • Es gibt zu viele Gründe, warum jemand so etwas tut, und wenn es auch nur schlicht „Langeweile“ sein mag. Ich werde vermutlich auch hier nie erfahren, ‚warum‘ das sein musste, warum die so weit gehen mussten, warum die überhaupt so etwas machen mussten. Bleibt nur, sowas in Zukunft so gut es geht zu verhindern, und da ist halt jeder einzelne gefragt.

        Gefällt mir

      • Fragt sich nur, wie man das verhindern soll. Es muss ja nicht jeder so eine Mimose wie ich sein (hatte ungelogen Tränen in den Augen bei der Story), aber manchen Menschen fehlt offenbar jegliche Fähigkeit zur Empathie.

        Gefällt mir

  5. Ei ei ei,….das ist sowas von traurig, dass es sowas in unserer heutigen Gesellschaft noch geben muss. Da meint man einmal, die Welt wird ein Stück vernünftiger (siehe Homoehe, Gleichstellung von Homosexuellen) und dann kommt wieder soetwas. Man darf sich allerdings nicht von diesen Eindrücken in die Enge treiben lassen. Solche Vorkommnisse müssen benutzt werden um die Bevölkerung wachzurütteln um mal klar zu machen, das eben nicht alles friede freude Eierkuchen ist. Bah….abscheulich sowas! Da kommt mir glatt die Galle hoch!

    Gefällt mir

    • Das ist es eben, was mich selber dabei auch so schockiert. Ich bin halt mittlerweile älter, mein Eindruck war da schlicht ein anderer. Ich dachte, so schlimm ist es nicht mehr. Ich wurde eines besseren belehrt. Natürlich ist das hier „nur“ ein Einzelfall – trotzdem zeigt es deutlich, das wir längst noch nicht da sind, wo wir irgendwann ankommen müssen.

      Gefällt mir

  6. Falscher Titel meiner Meinung nach den es „ist“ so einfach, Mich stimmt dies alles sehr traurig und wütend zugleich. Meine Gedanken sind immer zu einem Teil beim Opfer und wenn man mich fragt, solte man nicht zu viel von diesen Gedanken an die Täter verlieren. Dise käme den Opfer nicht gerecht. Ich will mich auch jetzt kurz halten. Ich wünsche Besserung und hoffentlich wird es wieder…

    Gefällt mir

    • Meine Gedanken sind alleine deswegen zu einem gewissen Teil dann auch beim Täter, weil diese ganze Sache nun mal auf Unverständnis gewachsen ist. Um so etwas also in Zukunft verhindern zu können, muss Verständnis vorhanden sein – auf beiden Seiten. Nur wenn ich die Gründe einer Tat kenne, kann ich versuchen dagegen wirklich anzugehen.

      Gefällt mir

  7. Ganz schön traurig.
    Kenne das aber auch aus eigener Erfahrung und von vielen vielen Szenen, aus der Schulzeit, wenn ein paar Leute einen grundlos aufs Korn nehmen oder weil ihnen deine Nase oder deine Art nicht passt (nicht wegen der sexuellen Orientierung).
    Wer sich kloppen will um seinen Frust abzubauen, der findet immer jemanden.
    Und leider ist unsere Gesellschaft vom Frust zerfressen.
    Hoffe er wird schnell wieder gesund und lässt die nicht ungeschoren davon kommen.

    Gefällt mir

    • Meine eigenen Erfahrungen halten sich wirklich in Grenzen, was solche Dinge angeht. Aber du hast recht – wer will, findet immer einen Grund. Es spielt keine Rolle, warum. Sieht man auch schon an einigen anderen Kommentaren hier, manchmal reicht Langeweile schon aus, damit so etwas passiert.

      Gefällt mir

  8. Wir haben ihn alle immer wieder ermutigt offen damit umzugehen. Aber es wär auch falsch gewesen, wenn wir es nicht getan hätten. Wie du schon so schön gesagt hatte. Es gibt eben nicht nur schwarz und weiß. Es gibt auch noch lila, türkis und gelb. Aber unsere Gesellschaft hat das immernoch nicht verstanden. Ich erinner mich noch dran, wie ein Follower mal zu mir meinte, man müsste doch nich immer wieder erwähnen dass man „pro homo“ ist. Aber man sieht: Doch das muss man. Es muss noch einiges in Deutschland passieren. Viel mehr Aufklärungsarbeit. Sowas wie hier passiert ist muss in Zukunft verhindert werden. Niemand darf einem Verbieten können, wen man liebt. Wie du schon sagtest, er ist einfach 15. Er ist noch ein Kind, der einfach gerade eines der schönsten Gefühle erleben darf, die es auf der Welt gibt. Der merkt, wie wahnsinnig toll es ist jemanden an der Seite zu haben auf den man sich 24/7 verlassen kann. Und wenn man ihn und seinen Freund live erlebt hat, dann denkt man automatisch an das erste Mal richtig verliebtsein zurück. Wie wahnsinnig toll dieses Gefühl war… Und dann kommt sowas?! Er wär nicht normal?! Wer zum Teufel nimmt sich das Recht raus definieren zu dürfen, was normal ist und was nicht? Wenn Jungs wie er nicht in der Lage sein dürfen zu lieben, dann sollte es keiner auf der Welt. Und ja die Jungs sind mittlerweile angezeigt und der eine sogar vorläufig eingesperrt, weil das nicht das erste Mal ist, dass er sich etwas zu schulden kommen lassen hat. Schwacher Trost für das was passiert ist – aber immerhin etwas.

    Gefällt mir

    • Das ist wirklich ein schwacher Trost. Immerhin heißt das, dass zumindest dieser eine so leicht nicht mehr in der Lage sein wird, noch mal etwas in der Art zu machen.
      Auch sonst stimme ich dir zu. Ich dachte, ich muss das nicht immer wieder erwähnen. Spielt doch keine Rolle, ist ja normal – ist es eben nicht. Das sieht man hier dann leider ganz deutlich, wie wenig es eben normal sein kann.

      Gefällt mir

    • Schwere Körperverletzung, mindestens (und hoffentlich bleibt’S dabei), ich hoffe doch sehr, dass auch die anderen da Konsequenzen für ihre Taten tragen müssen. Viel zu oft wird sowas ja als „Scheiße gebaut“ abgetan.

      Ich glaube, ein Teil des Problems ist immer noch dieses Allgemeinbild von „Männlichkeit“, ein halbstarker männlicher Jugendlicher muss sich eben die Hörner abstoßen, und wenn er dabei mal in eine „Rauferei“ kommt, ist das normal, und so manchem Vater vermutlich sogar ganz recht… bis es dann zu weit geht.

      Die Tatsache, dass euer Freund, diese „Schwuchtel“, den Tätern „eine verpasst§ hat,hat vermutlich doch sehr an ihrem Ego und ihrem noch wackeligen Gefühl,ein Mann zu sein genagt, weshalb vielleicht die „Rache“ besonders wutgeladen ausfiel.

      Irgendwiemüssen wir da hinkommen, dass „Mann sein“ nicht nur heißt, Ecken und Kanten zu haben und 24/7 Stärke zeigen zu müssen usw. Damit wäre schon viel erreicht, denke ich.

      Gefällt mir

      • „Von ’ner Schwuchtel eine auf’s Maul zu bekommen, dass ist beschissener als wenn’n Weib mir eine geklatscht hätte.“ Ich denke, diese Aussage von demjenigen lasse ich einfach mal so im Raum stehen als Erklärung.

        Du hast recht mit dem, was du sagst. Ich seh auch nicht, was das mit „Männlich“ zu tun hat – für mich ist sowas einfach nur „Dämlich“. Leider wird sowas wirklich viel zu oft viel zu lange tolleriert, bis es dann einfach mal über die Stränge schlägt. Schade, dass vorher keiner merkt, dass sich da etwas in eine komplett falsche Richtung bewegt.

        Gefällt mir

    • Mehr anscheinend, als ich bisher dachte. Ich glaube, das hat auch nicht unbedingt was mit Religion zu tun. Das „kann“ ein Grund sein, aber Gründe gibt es viele für solch ein Verhalten. Ich bin nicht in der Position, darüber zu urteilen.

      Gefällt mir

  9. Pingback: SMC019 – Homophobia | Fracker über Podcast und RadioApp

  10. Es ist traurig, wenn man so etwas lesen muss. Es ist traurig, dass der Mensch alles um sich herum (zer)stören muss, was er für „falsch“ oder für „unnormal“ hält. Aber was ist „normal“? Was ist „falsch“ oder „richtig“?
    Ich sehne mich nach dem Tag, an dem niemand mehr davor Angst zu haben braucht zu sagen, was er denkt. Zu zeigen, was er fühlt.

    Dein Text hat mich wirklich zum Nachdenken angeregt Reddi und ich denke, nicht nur mich. Danke für den Text und ich hoffe, dass es „Ihm“ bald wieder besser geht.

    MfG

    Gadjiz

    Gefällt mir

    • Ach verdammt, ich habe nicht auf das Datum des Blogs geachtet. Aber trotzdem ist es wichtig, sich auch später damit beschäftigen zu können. Sorry für die „Verspätung“.

      Gefällt mir

      • Ihm geht es mittlerweile besser, zum Glück. Der Text bleibt leider aktuell, auch wenn die Sache jetzt schon eine Weile zurückliegt. Leider ist es immer noch nicht so normal, wie man es sich wünscht.

        Gefällt mir

  11. Pingback: SMC019 – Homophobia | SundayMoaning Cast

  12. Pingback: GTA V oder auch: Danke für ein bisschen Präsenz | Redmakers Place

  13. Pingback: Herr Fry und die nötige Portion Humor | Redmakers Place

Deine Meinung!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s