Broadcasters Diary – Zone of the Enders 1 & 2

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Tja, Zone of the Enders also. Wo soll ich denn da jetzt wieder anfangen? Viele scheinen dieses Spiel nicht einmal zu kennen, was durchaus schade ist. Bei Zone of the Enders steuert man einen Orbital Frame, einen Kampfroboter. Was in diesem Falle allerdings keinen lahmen Panzer auf zwei Beinen bedeutet, ganz im Gegenteil. „High Speed Robot Action“ betitelt es sich selbst zurecht und trifft damit den Nagel auf dem Kopf. Hier wird wirklich mit unglauglicher Geschwindigkeit und Dynamik geflogen, geballert und geschnetzelt was das Zeug hält. Den ersten Teil habe ich damals nur kurz angespielt, den zweiten dafür direkt mehrfach durch gezockt. Nun habe ich also beide gesendet. Ich muss sagen: Vom zweiten bin ich nach wie vor begeistert. Hätte ich dagegen den Erstling damals gespielt… Alter Schwede, ich wäre sauer gewesen. Doch von vorne.

Zone of the Enders lag jetzt schon eine ganze Weile hier rum, als Dauerleihgabe von einem guten Freund. Da ich ohnehin Lust hatte, den zweiten Teil mal wieder zu spielen, machte es Sinn dann auch endlich mal den Vorgänger nachzuholen. Grafisch und akustisch kann ich nach wie vor nicht meckern, grade für die Zeit, wo es erschien, ist das Spiel schon ein kleiner Leckerbissen und holt hübsch was aus der PlayStation 2 raus. Was mir allerdings schnell sauer aufgestoßen ist, war dann schlicht das Missionsdesign.

Die Idee einer etwas offeneren Welt hat was, zugegeben. In der Raumstation, wo man sich bewegt, kann man verschiedene Punkte nach und nach ansteuern und einige Orte sind auch nur optional. Dumm dann, wenn man irgendwo jetzt ein Passwort benötigt, und dann ALLE Bereiche noch mal auf gut Glück besuchen muss. Ich muss sagen, selten habe ich mich so sehr durch ein Spiel kämpfen müssen wie hier. Nicht wegen dem Schwierigkeitsgrad – der war ok. Aber ein einfaches Beispiel: Ich soll eine feindliche Einheit hacken, um mit ihr durch eine Bariere zu kommen, dort etwas zerstören und schon wäre ein Schutzschild deaktiviert, damit ich dann wiederum weiterkommen kann. Um nun allerdings diese Aktion durchzuführen muss erstmal die passende inaktive Einheit gefunden werden. Sie lag dann letztendlich in einem der 8 (!) alten Gebiete, irgendwo zwischen ein paar Gebäuden. Das nenne ich nicht Abwechslung, das ist schlicht schlechtes Missionsdesign und eine unnötige Streckung der ansonsten recht kurzen Spielzeit.

Davon abgesehen tat ich mich recht schwer mit dem Kampfsystem. Daran ist nun in diesem Falle nicht das Spiel direkt schuld, ich habe halt den zweiten Teil zuerst gespielt. Das Kampfsystem ist dort einfach massiv erweitert worden, soll heißen: Ich kam mit den „weniger“ an Möglichkeiten einfach nicht so klar. Wer also den zweiten Teil noch nicht kennt, sollte hier bedeutend weniger Probleme haben.

Die Story ist gut, was man auch nicht anders erwarten darf. Schließlich stammt das Spiel ja auch von Kojima, der grade durch die Metal Gear Solid Reihe bekannt ist. Ganz fies allerdings: Am Ende wartet ein extremst mieser Cliffhanger – viel Vergnügen bei Teil zwei!

Spoiler: Der letzte Kampf stellst sich als furioser Bossfight dar, den man nicht gewinnen kann. Stattdessen flieht man – „To be continued“.

Immerhin, der zweite Teil ergab so auf einmal mehr Sinn für mich. Macht allerdings diesen Cliffhanger nicht besser. Wie bereits gesagt: Hätte ich es damals gespielt, ich wäre sauer gewesen. Und das nicht grade wenig.

Weiter also direkt mit Zone of the Enders – The second runner. Hier stimmt für mich immer noch einfach alles. Es gibt ein – zwei Missionen, die ich als eher anstrengend denn spaßig empfinde – wirklich keiner hat Lust, einen winzigen Container in mehreren riesigen Hallen VOLL mit Containern zu suchen. Insgesamt läuft dieses Spiel allerdings recht linear ab, was den Spielspaß in diesem Falle deutlich anhebt.

Statt auf CGI-Szenen zu setzen wird die Story hier in Anime-Sequenzen erzählt. Dazu kommt, das auch der Grafikstil eine Generalüberholung in Form von Cel Shading erhalten hat – passt perfekt zusammen. Der Soundtrack ist eine Wucht, das Kampfsystem flott und angenehm fordernd. Das ganze spielt sich wie ein herrlicher Mix aus Prügelspiel und SciFi-Shooter. Einzig einige Slowdowns fielen mir auf, welche allerdings die Spielbarkeit nicht wirklich drücken.

Wer nun Interesse hat, diese beiden durchweg hervoragend erzählten Games nachzuholen darf sich freuen, eine HD Collection ist im Anmarsch. Die, übrigens, auch noch scheissegeil™ aussieht. Ich denke, wer’s noch nicht hat sollte spätestens dann zuschlagen.

[youtube http://youtu.be/YdCLLMTJ3wo]

Ich hatte jedenfalls meinen Spaß und hoffe weiter auf einen dritten Teil. Ich hätte nichts gegen eine weitere Runde im Cockpit vom Jehuty einzuwenden.

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Ein Gedanke zu “Broadcasters Diary – Zone of the Enders 1 & 2

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