52 Games – Meilenstein

52 Games neg

Neue Woche, neues Thema, neuer Artikel. Meilenstein – ein schönes Thema. Blöd, das ich schon über Trials Evolution geschrieben habe. Und Shenmue. Verdammt. Warum kommen die Themen eigentlich immer so, dass ich mich dann fragen muss warum ich die geilen Spiele schon gehabt habe? Mmh? Ihr hasst mich doch, ey.

Na dann. Schreibe ich halt über was aktuelles. Ganz aktuell. Eigentlich kann ich da aus eigener Erfahrung noch gar nicht so viel zu berichten. Immerhin: Die paar Erlebnisse, die ich bisher hier gesammelt habe in den letzten 3 Tagen, sollten ja erstmal reichen. Wo fange ich an?

Ach, am besten am Anfang. Also. Disc Nummer 1. Installieren. Disc Nummer 2. Installieren. Mod runterladen. Installieren. Starten. Fehlermeldung. Mmhpf. Deinstallieren, nächster Versuch.

Disc Nummer 1. Installieren. Disc 2, installieren. Patches installieren, Mod runterladen. Installieren, starten – Fehlermeldung. Gnaaaa…

Disc 1, installieren, patch, starten, beenden, Disc 2, installieren… ich kürze mal ab: Fehlermeldung. Fehlermeldung, Fehlermeldung, Fehlermeldung. 2 Stunden verbracht damit. Einziger Gedanke in diesem Moment: Und deswegen bin ich mittlerweile so hartnäckiger Konsolero. Aber ich gebe nicht auf.

Ein Tag später. Google erfolgreich befragt, mit 1-2 Leuten via Skype diskutiert. Endlich: DayZ läuft! Ich starte also an einem Strand. Ok, erstmal ein wenig die Details runter, ruckeln muss ja nicht sein. Umschauen, laufen – funktioniert. Dann wollen wir mal…

Pc-Games. Ja, wir sind jetzt nicht grade die dicksten Freunde. So wirklich das letzte mal am Pc habe ich halt Comand & Conquer gespielt, Alarmstufe Rot. Das erste. Ihr versteht. Minecraft und Civilization 4 sind die einzigen, welche ich aktuell tatsächlich zocke. Beim stöbern nach diversen spannenden Livestreams bin ich allerdings nun auf DayZ aufmerksam geworden. Also noch bevor der Hypetrain bei GameOne angekommen ist und die breite (Gamer-)Masse was davon mitbekommen hat. Und irgendwie dachte ich mir: Alter, das ist geil, das will ich auch! Nun folgt: Ich, vollberuflich Pc-n00b, versucht die ersten Schritte bei DayZ. Eine Mod, welche ArmA 2, einen durchaus auf Realismus getrimmten Shooter, als Grundgerüst nimmt. Das KANN ja nur schiefgehen.

Zurück zum Thema: Der Strand. Das Meer im Rücken, rechts anscheinend ein Hafen, links nichts ausser Wiese, vor mir ein Berg, Hügel, sowas halt, vorne rechts ein paar Häuser. Ist allerdings ein Stück weit bis dahin. Na, zu verlieren habe ich (noch) nichts, auf geht’s!

Mutigen Schrittes vorwärts fällt mir direkt auf: Ich bin zu laut. Hab allerdings keine Ahnung, wie ich hier schleichen kann. Ein wenig rumprobiert, anscheinend Shift halten, weiter geht’s bis zur Straße vorne. Ich sehe ein Ortschild – erste Ernüchterung erfolgt. Verdammt, warum ist das nicht Amerika? Zombieapocalypse ist doch sonst auch immer da, ich hab keine Ahnung was dieses russische Zeug da heißen soll. Während ich also noch verwirrt auf das Schild schaue, starrt dafür ein Zombie mal spontan in meine Richtung. Anscheinend gefällt ihm was er sieht, denn er kommt freudig-zähnefletschend auf mich zu – verdammte Scheisse!

Umdrehen, am Zaun hängen bleiben, spontan in die Hocke gehen, irgendwie wieder aufstehen – war da nicht was mit doppelt-tippen für schneller rennen? Jau, sauber, jetzt Hackengas, Strand entlang, Zombie hinter mir, läuft suuuuper! Aaaahhh… 20 Meter trennen uns. Ich werde mutig, mal ein paar Tasten ausprobieren. Irgendwas muss ja da gehen. Oh, damit leg ich mich hin. Bestimmt toll, aber jetzt ist der verkackte Zombie direkt neben mir! Fuck, aufstehen, lossprinten, zweiter Zombie woherauchimmer (AUS DER HÖLLE!), weiterrennen. Knapp 2 Minuten liefern wir uns dieses spannende Wettrennen – dann wird mein Bild schwarz-weiss.

„Wenn du Alt festhälst kannst’e dich beim rennen umschauen“, sagt mein Kollege mir grade via Skype. Sauber, Blick über die Schulter – 3 Zombies und eine Blutfontäne. Fuck. Fuckfuckfuck! Da, Schilf. Wie war das? Ah, Panik!! Weiterrennen, rein in’s Schilf, einfach mal auf den Boden werfen. Und nicht bewegen. Scheissescheisse, NICHT bewegen! Die Zombies sehn mich nicht – mal zwischendurch wieder ausatmen. Ich verblute, kacke!

Mit G Inventar öffnen. Gut, da ist Verbandszeug. Wie benutze ich das? Alter, wie benutze ich das?! Fuuuuuu, rumprobieren. SHIT! Ich hab’s weggeworfen! Neinneinnein, wo ist’s? Mal bisschen hin- und herkriechen, die Zombies sind zum Glück schon ein Stück weg. Da, aufnehmen, rechtsklick, verbinden, geil! Ich lebe! Fuck yea!!! Ok, das Bild bleibt aber schwarz-weiss, alles total verschwommen – ich brauche eine Bluttransfusion oder ich werde verrecken.

Gefühlte Ewigkeiten traue ich mich aus meinen Versteck. Wieder ein Stück weit in’s Land reingeschlichen, scheint eine verlassene Hafenanlage zu sein. Ich laufe geduckt an einem Zaun entlang, als plötzlich ein weiterer Zombie neben mir steht. Ich nehme abermals die Beine in die Hand – ich habe nichts ausser einer Taschenlampe und weiß nicht mal, wie ich die in die Hand nehme. Irgendwo in er Nähe funktioniert noch einmal der Trick mit dem ins-Schilf-schmeißen, ich traue mich weiter, eine Böschung hoch Richtung Straße – drei weitere Zombies, das war’s für mich. Ich bin gestorben. Me: 0 – Zombies: 1.

Das waren meine ersten 10 Minuten in DayZ. Um es mal vorwegzunehmen: Es folgten bereits weitere 2,5 Stunden. Die ich tatsächlich am Stück überlebt habe. In der Zeit habe ich es geschaft, einen Kollegen zu treffen, eine kleine (unbeabsichtige) Bengalo-Leuchtfeuerparty zu feiern (HAAALLO! ZOMBIE! HIER BIN ICH!!), durch die finstere Nacht zu irren und irgendwie zu überleben. Eine Dose Bohnen, eine Dose Cola – ich lebe! Habe ein Axt! Und während ich das hier grade schreibe, liegt mein Charakter wohl immer noch hinter dem Stapel Bretter, wo ich mich ausgeloggt habe, und wird alle 2 Minuten ohnmächtig, weil ich grade an Blutverlust krepiere.

Erstaunlich dabei: Es fordert, es macht Spaß. Also wirklich Spaß! Ich habe noch keinen anderen Spieler ausser meinen Kollegen getroffen. Ich hoffe, ich treffe auf niemanden der mich einfach killt. Die Zombies machen da bisher schon einen ausreichend guten Job, wenn es darum geht mich zu töten. Was überzeugt, ist die Atmosphere. Die Möglichkeiten, welche sich in dieser (noch in der Alpha-Version!) Mod bieten, sind wirklich unglaublich. Ich bin gespannt, was hier noch alles passieren wird. Und solange werde ich einfach hartnäckig überleben. Also, ich versuch’s zumindest. Und ich werde mir ein paar Leute suchen, mit denen ich dann den nono-man suche.

[youtube http://youtu.be/CVFHQsWPMhU]

Was daran jetzt alles der Meilenstein ist? Wartet, ich rechne mal kurz vor. 16 Konsolen. 350+ Games. Patches? Installieren? Eine Tastatur, watt? Eben, ich bin Konsolero. Und so eine blöde Mod treibt mich an den Pc. Für mich ist das Meilenstein genug.

52 Games ist ein Blogprojekt von Zockwork Orange.

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6 Gedanken zu “52 Games – Meilenstein

  1. Mods sind schon immer einer der ganz großen Vorteile des PCs gewesen und das wird wohl auch immer so bleiben. Zumindest bis die Entwickler auch dem letzten Titel die Mod-Möglichkeiten entziehen, weil sie noch mehr Kohle mit schlechtem DLC verdienen wollen.

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