Cineastische Schnorchelstöckchen

Video small neg

Da schnorchelt so einer durch das Interweb und meint, mit Stöcken um sich werfen zu müssen. Eines davon flog in meine Richtung und ich habe es tatsächlich geschafft, es aufzufangen. Skill! \o/

Worum geht’s? Nun, Kettenbriefe. So was ähnliches zumindest. Eigentlich ja total out (*facebook kopiere dies und das und jenes blabla *räusper), machen die Dinger beim Bloggen dann doch Spaß. Und sind auch ein wenig anderes. Jetzt halt mir also der El Spotto sowas an den Kopf geschmissen, nachdem er auch beworfen wurde. Da hab ich jetzt also so ein paar Fragen, die alle irgendwas mit Filmen zu tun haben. Gut, das ich neben der ganzen Zockerei ja auch gerne mal nur auf „play“ drücke, wenn mir danach ist. Passend sortiere ich das Ganze auch mal unter „Video“ ein. Ich bin ja so innovativ! Dann wollen wir mal…

Comedy und Action sind so Filmgenres, die in Reinkultur nur selten funktionieren. Ein Film ohne Komik und/oder Action saugt widerum auch Bälle. Ein Paradoxon? Voran liegt das Deiner Meinung nach?

Wahrscheinlich alleine daran, dass Action meist überzogen ist. Das funktioniert dann eben nur, wenn man das Ganze nicht zu ernsthaft wirken lässt. Gute Gegenbeispiele wären da zum Beispiel Disctrict 9, welcher eine der Handlung angemesse Action zeigt ohne dabei mit unpassenden Humor daher zu kommen, oder Grasgeflüster, der wiederum eine unglaublich symphatische Geschichte mit recht angenehmen englischen Humor erzählt, ohne Action zu benötigen.

Gibt es eine/n bestimmten Regisseur/in oder Schauspieler/in, der/die dich, obwohl von dir idolisiert, mit einem einzigen bestimmten Film bitter enttäuscht hat?

Passiert mir tatsächlich eher selten, da ich mehr oder weniger versuche an Filme ohne irgendwelche Erwartungen heran zu gehen. Eine Ausnahme davon wäre allerdings Jonny Depp, den Kerl liebe ich in jedem Film. Bis auf eine Ausnahme: Fluch der Karibik 4. Dieser Film ist so unglaublich unnötig, dagegen wirkt ja sogar Transformers 3 nicht so, als hätten sie da nicht auch nur noch mehr Geld machen wollen. Und wenn selbst Jonny es nicht schafft, mich zu überzeugen, ist wirklich alles schiefgelaufen.

Filme guckt man gerne in Gesellschaft. Wie hast du es am liebsten? Still konzentriert, rege kommentiert oder doch ganz alleine?

Das kommt darauf an. Es gibt Sachen, die gebe ich mir lieber alleine, Serien gehören da vor allem dazu. Das liegt dann aber auch meist daran, dass ich mir Serien in der Regel als einen dicken Marathon gebe, anstatt nur mal ab und an eine Folge zu schauen. Ansonsten guck ich Filme wirklich gerne in Gesellschaft, aber eine scharfe Axt sollte immer bereit liegen wenn Leute dann ständig nur rumquatschen und ich nix von der Handlung mitbekomme. Da neige ich dann zu dezenten Gewalltausbrüchen. Die sich zum Glück meist auf hartnäckiges zurückspulen beschränken, und zwar so oft bis der jeweile merkt das er auch einfach mal die Fresse halten könnte…

Filme und Videospiele verschmelzen zunehmend. Während früher auf Filmen basierte Videospiele ein beliebtes Mittel zum Hype-Schröpfen waren, wird in letzter Zeit der umgekehrte Weg vom Videospiel ins Kino immer üblicher. Gleichzeitig werden die Games selbst immer cineastischer. Sind Filme und Videospiele wie Äpfel und Birnen oder doch eher wie Jonagold und Granny Smith? Was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Medien?

Mmh, komplexe Frage, welche einer komplexe Antwort bedarf. Ich sehe bei diesen beiden Medien vor allem zwei bedeutende Unterschiede. Einerseits muss ein Film alles viel kürzer, kompakter, schneller erzählen als ein Spiel. Hier kann die Handlung über Stunden dauern (gestreckt nicht zuletzt durch viele Spielszenen), während ein Film ja nach 1-2 Stunden durch sein sollte. Das wiederum macht es auch so schwer, ein Spiel zu verfilmen. Silent Hill hat das z.B. recht gut hinbekommen, wobei auch hier bei mir die Meinung vorherrscht: Der Film deutet mehr an, was das Spiel dann letzten Endes bietet. Wer also „mehr“ will muss halt auch die Spiele spielen, weil nur da alles geboten wird.

Der andere Punkt ist schlicht die Passivität, mit der ein Film konsumiert wird. Während ich selbst bei einer Art Interaktiven Film wie Fahrenheit oder Heavy Rain noch bewusst die Handlung beeinflusse und näher am Geschehen bin, habe ich bei Filmen immer eine gewisse Distanz. Ich erlebe die Handlung ja nicht „selber“, also wirkt das auch anders. Dafür schaffen es Filme oft, mehr Tiefgang zu vermitteln, insbesondere bei den Charakteren. Was eigentlich verwunderlich ist, weil, siehe oben, wir im Spiel ja eigentlich mehr Zeit verbringen. Hier scheint sich immer noch die Mentalität zu halten das Spieler halt „nur Knöpfchen drücken wollen“, was durchaus schade ist. Potential ist genug vorhanden, und grade in den letzten Jahre hat da ja auch einiges zum positiven entwickelt.

Was sagt eigentlich dieses „Von den Machern von…“ wirklich aus? Ist es für dich ein Argument, den Film zu sehen?

Uah, bloss nicht. Genau so wenig wie „hat drölf Oscars bekommen“. Da könnten sie mir auch sage, dass Transformers 5 nach Erdbeeren duftet und der neue Star Wars mit Noppen kommt – ist mir egal. Meine Erfahrung hat mir meist gezeigt: Um so größer ein „von dem Macher…“ oder „mit dem und der“ auf der Packung steht, um so schlechter der Inhalt. Einfach, weil der Film in der Regel so wenig zu bieten hat, das der große Name das Ganze dann verkaufen muss.

Bonusfrage: Der Soundtrack eines Films ist ein alles andere als unwichtiger Aspekt bei der Wirkung die der Film auf uns hat. Welcher Soundtrack ist deiner Meinung nach besonders gut gelungen? Bonus-Bonusfrage: Gibt es so etwas wie einen „Soundtrack zu deinem Leben“?

Oh, Fight Club. Lola Rennt. Die beiden fallen mir jetzt mal spontan ein. Fight Club, weil er mir seinen teils recht ungewöhnlichen Sounds den ohnehin ungewöhnlichen Film noch besser voranbringt als es ein „klassischer“ Soundtrack je geschafft hätte. Bei Lola Rennt ist es der treibende Techno – Beat, welcher einfach perfekt zu der Handlung passt.

Ich erweitere das mal grade noch um einen anhängenden Punkt: Sounddesign. Krieg der Welten (von Spielberg) wäre nur halb so geil, wenn er nicht diesen wuchtigen Sound hätte. The Grudge würde nicht so eine Gänsehaut verursachen, wenn das Mädel nicht dieses UNglaublich fiese Geräusch machen würde. Wenn ich nur daran denke…

Einen Soundtrack zu meinen Leben gibt es nicht direkt, zumindest würde er auf keine CD passen. Dafür sind es zu viele Lieder, welche mit zu vielen Situationen und Emotionen verbunden sind, als das ich da jemals eine vollständige Liste zustande bringen könnte. Und ich habe es schon mal versucht.

Fertig!

Damit hätte ich dann das Stöckchen erfolgreich abgearbeitet, denke ich. Was wiederum heißt, dass ich nun an der Reihe bin etwas Neues daraus zu schnitzen. Mutiertes Filmstöckchen alla Redmaker:

1. Soundtracks waren schon ein gutes Thema. Aber wie steht es denn sonst so mit den Geräuschen? Welcher Film ist dir besonders in Erinnerung geblieben wegen seinem Sounddesign? Fällt dir da jetzt mehr als das klassische „wuschuwu“ der Lichtschwerter ein?

2. „Nur wer gegen den Strom schwimmt, kann die Quelle erreichen.“ Wer auch immer das gesagt hat war also kein Freund von Mainstream. Welchen Film magst du, obwohl die ganze Welt damit dann anderer Meinung ist?

3. Vorlage und Umsetzung. Bücher sind besser als die Flme. Sind also Bücher von Filmen dann auch besser als ihre Vorlage? Was hälst du von diesen ganzen Umsetzungen und welche ist dir da besonder (im postitiven und / oder negativen) im Kopf hängen geblieben?

4. Repeat! Es gibt ja Filme, die man sich immer wieder anschauen kann ohne das sie langweilig werden. Welches ist dein Heavy Rotation – Kandidat?

5. Bonusfrage: Le sexy time! Outfits sind auch nicht unwichtig und Mila wäre ohne ihre geilen Klamotten in Das fünfte Element genau so wenig cool, wie es Neo ohne seinen Mantel wäre. Aus welchen Film würdest du dir gerne mal Klamotten für den Alltag und die nächste Party ausleihen?

Damit die Fragen nicht unbeantwortet bleiben werfe ich mein Stöckchen jetzt also in Richtung Nerdzone-Blog, weil der sowieso gerne Filme schaut. Ausserdem kriegt das dann auch noch das Babbel-Net an den Kopf, ich bin gespannt wie die Blogprominenz antwortet (und ob sie es überhaupt macht). Ausserdem würde ich mich auf eine Antworte vom Rayman1602 und Pixelpinata freuen, weil die nämlich sonst so gar nichts zum Thema Filme von sich geben.

Natürlich darf sich auch jeder andere frei fühlen, das Stöckchen zu fangen und darauf zu antworten. Und noch tolliger wäre es, wenn ich dann davon erfahren würde.

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5 Gedanken zu “Cineastische Schnorchelstöckchen

  1. Pingback: Babbel-Net Podcast #78 « Babbel-Net

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